Erstellt am 07. Januar 2016, 04:53

von Alexandra Gollubics-Prath

Neue Ärzte, altes Geld. 29 neue Ärzte und elf Bewerbungen für Primariate in Oberwart. Unklarheiten gab es über die Unterstützung von Studenten.

Geschäftsfbericht. KRAGES-Geschäftsführer René Schnedl und Gesundheitslandesrat Norbert Darabos (v.l.). Ärztekammerpräsident Michael Lang pochte auf eine Fortführung des klinisch-praktischen Jahres. Fotos: BVZ, Landesmedienservice  |  NOEN, BVZ, Landesmedienservice
Neue Arbeitszeiten für Spitalsärzte und nicht zuletzt der da-raus resultierende Ärztemangel – das habe die KRAGES (Burgenländische Krankenanstaltengesellschaft) vor große Herausforderungen gestellt, erklärte Geschäftsführer René Schnedl kürzlich bei der Präsentation des Jahresberichts 2014.

Nun sieht man sich aber auf dem besten Weg, den Vollbetrieb bald wieder aufzunehmen. 29 neue Ärzte sind seit vergangenem Juli eingestellt worden. Bald würden zudem zwei neue Primare im Krankenhaus Oberwart folgen, heißt es vonseiten der KRAGES.

Vor Kurzem ging die Berwerbungsfrist für die Primariate für Allgemeinchirurgie und Innere Medizin zu Ende. Seitens der KRAGES zeigt man sich sowohl über die Qualität als auch über die Anzahl der Bewerber (insgesamt elf) zufrieden.

Aufregung um Gelder für Medizinstudenten

Für Verwirrung sorgten indes Gerüchte über eine Einstellung von Zahlungen an Medizinstudenten im Burgenland. Konkret geht es um 650 Euro monatlich, die Studenten im sogenannten klinisch-praktischen Jahr (KPJ) bekommen. Laut Ärztekammerpräsident Michael Lang habe die KRAGES daran gedacht, diese Gelder mit 2016 nicht mehr auszubezahlen: „Damit würde man aber die dringend benötigten Ärzte von morgen in andere Bundesländer treiben.“

Lang selbst „protestierte“ schriftlich bei den politisch Verantwortlichen. „Mittlerweile habe ich aber von KRAGES-Chef Schnedl die Zusage, dass es das Geld auch weiterhin geben wird“, freut sich Lang. Auf Anfrage der BVZ wurde auch im Büro von Gesundheitslandesrat Norbert Darabos (SPÖ) bestätigt, dass die geltenden Regelungen derzeit unverändert aufrecht bleiben werden.