Erstellt am 20. Dezember 2012, 13:53

Neue Familienförderung soll vor Sommer kommen. Frauenministerin Heinisch-Hosek möchte Veränderungen bei der Familienförderung bereits vor dem Sommer 2013 umgesetzt wissen.

Das ÖVP-Modell möchte sie sich im Detail anschauen, aber für sie ist klar: Das schwarze Modell "sieht null Geld für Kinderbetreuung vor, das geht gar nicht".

Alle möglichen Berichte zu Einkommensunterschieden würden besagen, dass die hohe Teilzeitquote bei den Frauen unter anderem mit den mangelnden Kinderbetreuungseinrichtungen im ländlichen Raum zu erklären ist. "Wenn ein Familienförderungsmodell auf den Tisch kommt, muss es meinem sehr ähnlich sein, sonst kann ich es nicht akzeptieren", betonte die Ministerin.

Als Wahlkampfgag will sie die Familienförderung nicht verstanden wissen: "Das Thema ist viel zu schade (...) Ich hoffe, dass die ÖVP einlenkt und wir zu einem vernünftigen Modell kommen und es noch vor dem Sommer umsetzen, weil dann könnten es die Familien ab Herbst spüren", erklärte Heinisch-Hosek.

Die ÖVP hatte am Mittwoch erklärt, bis März ein Modell ausverhandeln zu wollen. Sie stehe jederzeit für Verhandlungen bereit, so Heinisch-Hosek. Das SPÖ-Konzept sieht eine Erhöhung der Familienbeihilfe von 225 Euro bis 240 Euro je nach Alter mit Zuschlägen für Alleinerziehende oder behinderte Kinder vor. Im Gegenzug sollen die diversen Absetz- und Freibeträge gestrichen werden. Die Ministerin verweist darauf, dass das System "kostenneutral" wäre und 150 Millionen Euro freischaufeln würde, die in den Ausbau der Kinderbetreuung investiert werden könnten.

Dem ebenfalls vom Regierungspartner vorgeschlagenen zweiten verpflichtenden Kindergartenjahr kann die Ministerin viel abgewinnen. Dieses würde sie allerdings gerne für alle haben, nicht nur für jene, "die es brauchen".