Erstellt am 20. Juli 2011, 00:00

Neue Hymne auch im Land?. GENDER-DEBATTE / Frauenlandesrätin Verena Dunst will auch in der Landeshymne Gleichberechtigung. Die FPÖ protestiert.

VON WOLFGANG MILLENDORFER

Vier Worte, große politische Aufregung: Heimat großer Töchter, Söhne & diese neue, gegenderte Textzeile der Österreichischen Bundeshymne könnte bereits im Herbst vom Nationalrat beschlossen werden. Nach den bundespolitischen Diskussionen hat nun aber auch das Burgenland seinen Hymnen-Streit.

Denn Frauenlandesrätin Verena Dunst will in der Landesregierung Gespräche über eine mögliche Änderung der Burgenland-Hymne starten. Wie diese neue Version genau aussehen könnte, weiß man noch nicht; Dunst unterstreicht aber, dass die Leistungen der Frauen öffentlich respektiert und symbolisch anerkannt werden sollten.

FPÖ: Unsere Hymne ist  nicht irgendein Trinklied

Auf die Palme bringt der Vorstoß der Landesrätin die Freiheitlichen: Diese Diskussion ist eine Schande, wettert FPÖ-Chef Hans Tschürtz, unsere Hymne ist nicht irgendein Trinklied, das man nach Lust und Laune abändern kann. Schon die geplante Änderung der Bundeshymne hatte die FPÖ als dümmliche Schändung bezeichnet. Und: Die Landesrätin solle sich an der ,Internationalen, dem Kampflied der Linken austoben.

Derart deftige Aussagen kommentierte Dunst gegenüber der BVZ: Ich lasse mich auf diesen personifizierten Streit nicht ein. Nur soviel: Mit ihren mittelalterlichen Gepflogenheiten zeige die Macho-Partei FPÖ, dass ihr die Gleichberechtigung egal sei.