Erstellt am 20. August 2012, 13:54

Neue Inskriptionsfrist an Unis geht in heiße Phase. Die neue Inskriptionsfrist an den Universitäten geht in die heiße Phase: Wer sich erstmals für ein Bachelor- oder Diplomstudium einschreibt, muss dies grundsätzlich bis 5. September tun.

Mit dieser neuen Regelung für Studienanfänger wissen die Universitäten früher, wie viele Studenten sie im Wintersemester haben werden und können entsprechend planen. Zweieinhalb Wochen vor Ende der Frist wurden aber je nach Uni erst ein Viertel bis die Hälfte der sonst üblichen Anfängerzahlen erreicht. Wissenschaftsminister Töchterle geht trotzdem davon aus, dass in etwa gleich viele Personen wie im Vorjahr ein Studium beginnen werden.

An der Universität Wien haben sich bisher in etwa 7.000 Studienanfänger angemeldet - im Vorjahr waren es am Ende der alten Frist insgesamt rund 14.000, hieß es am Montag bei einem Lokalaugenschein Töchterles mit Rektor Heinz Engl in der gut gefüllten Studienabteilung. Laut "Kurier" haben sich an anderen Unis erst ein Viertel oder ein Drittel der erwarteten Studienanfänger inskribiert.

Einen Studentenschwund erwartet Töchterle nicht: "Es ist üblich, dass man sich eher gegen Ende der Frist anmeldet", betonte er vor Journalisten. Die heurige Änderung bei der Zulassungsfrist, die die Inskription in die Sommermonate verlagert hat, werde diese Tendenz verstärken. Er gehe davon aus, dass mit Ende der Frist in etwa die Anfängerzahlen des Vorjahrs erreicht werden, so Töchterle.

Auch an der Uni Wien erwartet man den großen Ansturm an Studienanfängern erst in den kommenden Tagen. Dafür werde bei Bedarf auch die Studienabteilung länger geöffnet, so Engl. Innerhalb des gesetzlichen Rahmens werde man bei der Zulassung großzügig sein. Die Regelung mit dem frühen Inskriptionsende habe aber durchaus ihren Sinn: Wenn die Uni bereits Anfang September wisse, wie viele Studienfänger es gebe, könne man etwa zusätzliche Gruppen einrichten oder die Raumsituation gegebenenfalls anpassen.

Ausnahmen von der Frist gelten etwa für Studien mit Aufnahmeverfahren bzw. für bei diesen Verfahren gescheiterte Studenten, Zivil- und Präsenzdiener, "Nachmaturanten" sowie bei einem Scheitern in der Studieneingangsphase. In diesen Fällen kann noch bis Ende November inskribiert werden.