Erstellt am 13. Juli 2011, 00:00

Neue Köpfe und neue Kritiker. KRAGES / Krankenanstaltengesellschaft präsentiert vier Führungskräfte und positive Umfragewerte. Intern droht der Oberwarter Betriebsrat jetzt aber mit einer Klage.

Führungskräfte für die Spitäler (v.l.): András Koch (Leiter der Urologie im Krankenhaus Kittsee), Herbert Tillhof (Ärztlicher Leiter im Krankenhaus Oberpullendorf), Andreas Schmidt (Pflegedirektor im Krankenhaus Oberwart) und Johann Nestlang (Verwaltungsdirektor im Krankenhaus Oberwart).MILLENDORFER  |  NOEN
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VON WOLFGANG MILLENDORFER

Manager sind in den Spitälern heutzutage ebenso gefragt wie Mediziner aus beiden Sparten präsentierten Gesundheitslandesrat Peter Rezar (SPÖ) und Hannes Frech, Geschäftsführer der Krankenanstaltengesellschaft (KRAGES), nun neue Führungskräfte für die Standorte Kittsee, Oberpullendorf und Oberwart.

In den Verwaltungsdirektionen laufen auch die Fäden zusammen, was die Kooperation der burgenländischen Spitäler untereinander betrifft. Diese soll geht es nach den Sparplänen der Landesregierung in Zukunft stärker ausgebaut werden. Im Rahmen des regionalen Strukturplanes wird es dann erst nach 2013 (in Abstimmung mit den künftigen Bundesgeldern) neue Leistungsangebote geben.

Burgenlands Patienten jedenfalls sind mit der bestehenden Versorgung durchaus zufrieden. Das bestätigt eine aktuelle Umfrage des Instituts für Strategieanalysen (siehe Kasten oben), die unter 1400 Personen im Rahmen des sogenannten Gesundheitsbarometers durchgeführt wurde.

Versetzung gegen den  Willen des Betriebsrates

Nicht ganz so zufrieden sind indes einzelne Mitarbeiter der KRAGES. Nach Mobbing-Be- schwerden und internen Querelen steht nun im Krankenhaus Oberwart eine Klage an: Hier erhebt der Betriebsrat Einspruch gegen die Versetzung der stellvertretenden Pflegedirektorin in eine andere Abteilung. Während mit dem Gang vor das Arbeitsgericht gedroht wird, sieht man im Büro Rezar dazu keine Veranlassung: Der betreffenden Mitarbeiterin entsteht dadurch kein Nachteil. Sie hat der Versetzung auch selbst zugestimmt.

Davon will man beim Betriebsrat aber nichts wissen und wartet noch auf das Ergebnis einer Prüfung durch das Rechtsbüro, an deren Ende eine Feststellungsklage stehen soll.