Erstellt am 04. Juni 2013, 22:30

Neue Lehrerausbildung beschlossen. Wer Lehrer werden will, muss dafür künftig unabhängig vom künftigen Schultyp zunächst ein Aufnahmeverfahren bestehen und danach ein vierjähriges Bachelor-, ein ein- bis eineinhalbjähriges Masterstudium und eine einjährige Praxiseinführung durch einen Mentor hinter sich bringen. Diese Reform der Lehrerausbildung ist am Dienstag im Unterrichtsausschuss des Nationalrates beschlossen worden.

Deutliche Änderungen bringt die neue Lehrerausbildung für die bisher an den Pädagogischen Hochschulen (PH) ausgebildeten Lehrer für Pflichtschulen (Volks, Haupt-, Sonder-, Berufs-, Polytechnische Schule): Ihre Ausbildungsdauer wird von bisher drei Jahren (Bachelor) auf fünf bis fünfeinhalb Jahre (Bachelor und Master als Voraussetzung für Fixanstellung) fast verdoppelt. Volksschullehrer können auch künftig zur Gänze an den PH ausgebildet werden. Kaum Änderungen bei der Dauer gibt es für Lehrer an AHS oder berufsbildenden mittleren und höheren Schulen (BMHS), hier müssen sich Studieninteressenten allerdings erstmals den an PH bereits etablierten Zugangsverfahren stellen.

Für Sekundarstufenlehrer (AHS, BMHS, Hauptschule) muss der Master zumindest in Kooperation mit einer Uni stattfinden. Der Master kann dann berufsbegleitend während oder aber vor Beginn der einjährigen Induktionsphase absolviert werden (vorgesehen waren ursprünglich ein bis zwei Jahre).

Die Kindergartenpädagogen werden zunächst dagegen nicht Teil der gemeinsamen Ausbildung sein. Das Gesetz sieht zwar ein Bachelorstudium für "Elementar- und/oder Primarbereich" vor, allerdings wird es vorerst für diese Gruppe an den Hochschulen keine entsprechenden Angebote geben.