Erstellt am 13. Dezember 2012, 12:05

Neue Studie belegt reges Interesse an Berufsheer. Es wäre kein Problem, ein Berufsheer ausreichend stark aufzustellen. Eine aktuelle IFES zeigt, dass es weit mehr als genug Bewerber - das 32-fache des Bedarfs - gäbe für sein Modell des Profi-Bundesheeres mit Milizkomponente, betonte Verteidigungsminister Darabos.

Für Darabos' Profi-Bundesheer wären in den ersten vier Jahren jährlich 2.550 Freiwillige - 400 Berufssoldaten, 1.300 Zeitsoldaten und 850 Profi-Milizsoldaten - nötig. Diese zu rekrutieren, wäre laut der IFES-Studie ein Leichtes. Denn 576.000 der 1,561.000 16- bis 30-Jährigen könnten sich prinzipiell vorstellen, einige Jahre als Berufssoldat zu arbeiten. Und 84.000 davon sind "High Potentials", die auch die nötigen Eigenschaften und Einstellungen hätten, erläuterte IFES-Geschäftsführerin Palme.

64.000 davon sind Männer, 20.000 Frauen. 26 Prozent der jungen Männer und 50 Prozent der Frauen haben Matura - und sie sind sehr leistungsorientiert: 80 Prozent der "High Potentials" legen Wert auf Aufstieg durch Leistung. Es seien, so Palme, nicht die "sozial Schwachen und psychisch Instabilen", die zum Heer gingen. Die Männer entsprächen dem "durchschnittlichen Österreicher" - und die interessierten Frauen hätten ein besonderes Merkmal: Sie sind die besonders gut gebildet - und sehen beim Heer eine Chance für eine Aufgabe und Karriere, die sie "sonst in der Gesellschaft nicht sehen".

Das stärkste Motiv für eine berufliche Verpflichtung beim Heer ist laut Palme die Jobsicherheit. Auch die lebenslange Pension spricht aus Sicht der Interessierten sehr für einen Job beim Heer, ebenso u.a. das Ausbildungsangebot und der Erwerb von Führungserfahrung. Nur 26 Prozent gaben an, "nie beim Heer arbeiten zu wollen".

Die Studie wurde, unterstrich Darabos, in Auftrag gegeben, ehe die Volksbefragung feststand. Durchgeführt wurde sie von Februar bis Oktober 2012, befragt wurden 1.100 unter 30-Jährige - was, so Darabos, eine "sehr repräsentative Untersuchung" ergebe.