Erstellt am 02. April 2013, 11:57

Neue Vorschläge in Lehrerdienstrecht-Verhandlungen. Unterrichtsministerin Schmied glaubt weiter an eine Einigung bei den Verhandlungen mit der Lehrergewerkschaft über ein neues Dienstrecht.

"Keiner wird den Tisch verlassen", betonte sie am Dienstag. Diskutiert wird ein neues Optionenmodell: Vorgesehen ist, dass neu eintretende Lehrer in den ersten zwei Jahren entscheiden können, ob für sie das alte oder das neue Dienstrecht gelten soll.

"Aber das ist alles noch eine Frage der Verhandlungen", so Schmied. Die Ministerin betonte, dass es sich beim neuen Dienst- und Besoldungsrecht um ein "sehr attraktives Angebot" auch im Vergleich mit anderen Berufsgruppen handle, das Junglehrern zwischen 400 und 600 Euro Mehrverdienst bringe. "Das würde ich den jungen Menschen nur ungern vorenthalten."

Regierung und Gewerkschaft verhandeln seit fast einem Jahr über ein neues Dienstrecht. Der aktuelle Regierungsvorschlag sieht vor, dass neu eintretende Lehrer verpflichtend 24 Stunden pro Woche unterrichten sollen, wobei darunter auch Lernzeiten bei der Tagesbetreuung fallen. Die Regierung hat den Vorschlag allerdings bereits adaptiert: So könnten jene Lehrer, die etwa als Klassenvorstand oder Mentoren für Jung-Pädagogen tätig sind, weniger unterrichten.

Derzeit gilt für Pflichtschullehrer eine Unterrichtsverpflichtung von 20 bis 22 Wochenstunden, für Lehrer an Bundesschulen sind es grundsätzlich 20. Anders als bisher sollen die Lehrer je nach unterrichtetem Fach Zulagen erhalten. In der Sekundarstufe I (AHS-Unterstufe, Hauptschule, Neue Mittelschule) wären das etwa für Deutsch und Fremdsprachen, Mathematik, darstellende Geometrie, Informatik und EDV 24 Euro pro Wochenstunde zusätzlich, in der Sekundarstufe II (AHS-Oberstufe, BMHS) 36 Euro. Extra-Geld gäbe es auch für "Spezialfunktionen" wie die Betreuung von Junglehrern, für Bildungs-und Schülerberatung oder Berufsorientierung.