Erstellt am 07. März 2013, 10:32

Neuer Minister will Frieden mit Entacher schließen. Der Ministerwechsel im Verteidigungsressort dürfte zu einem Frieden zwischen der Ressortleitung und dem scheidenden Generalstabschef Edmund Entacher führen.

Der designierte Verteidigungsminister Gerald Klug kündigte an, dass er sich von Entacher "in angemessener Art und Weise verabschieden" werde. In welcher Form das genau passieren wird, sei aber noch offen, hieß es auf Anfrage. Der Minister wolle damit jedenfalls ein "positives Zeichen, auch nach innen" setzten, sagte ein Sprecher am Donnerstag.

Um den Abschied von Entacher wurde in den vergangenen Wochen zwischen Ressortleitung und Generalstab medial ein Streit ausgetragen. Der Generalstab wollte am 22. März in der Maria Theresien Kaserne in Wien einen Festakt mit Fliegern, Panzern und dergleichen veranstalten. Dem Ministerkabinett erschien diese Feier "zu pompös", Minister Norbert Darabos persönlich kritisierte in den Medien die Pläne des Generalstabs.

Das Fest sollte daraufhin kleiner abgehalten werden. Der Minister selbst sagte aber sein Kommen ab. Er zog es vor, an diesem Tag beim Skifliegen in Planica zu sein und wollte Entacher im Rahmen einer allgemeinen Pensionierungsfeier für Beamte des Ressorts verabschieden.

Einige Tage später entschied sich Entacher dazu, die geplante Feier in der Maria Theresien Kaserne ganz abzusagen. Stattdessen plant der scheidende General auf eigene Kosten rund 300 Gäste am Abend des 22. März zu einem Fest einzuladen. Am Vormittag will sich Entacher in der Rossauer Kaserne von den Ministeriumsbeamten verabschieden.

Zu Mittag ist er bei Bundespräsident Heinz Fischer, der Oberbefehlshaber des Bundesheeres ist, zum Essen eingeladen. Am Abend soll dann eben ein Fest steigen. Ob nun der neue Minister den Generalstabschef im Rahmen dieses Festes verabschiedet oder es doch noch eine vom Ministerium veranstaltete Feier geben wird, ist noch offen.