Update am 28. September 2016, 12:58

von Wolfgang Millendorfer

Südburgenland-Manager Unger: „Weiß, was zu tun ist“. Früherer Coca-Cola-Regionalleiter Werner Unger tritt als neuer Koordinator an: „Als glühender Südburgenländer will ich dem Land etwas zurückgeben!“

Vitamine für den Süden. Burgenland-Holding-Chef Hans Peter Rucker, Südburgenland-Manager Werner Unger, Landeshauptmann Hans Niessl, Landesrat Alexander Petschnig (v.l.).
 
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Wie die BVZ bereits berichtete, wird der 58-jährige Oberwarter Werner Unger als Südburgenland-Manager eingesetzt. Bei seiner offiziellen Präsentation definierte er nun mit Landeshauptmann Hans Niessl (SPÖ), Landesrat Alexander Petschnig (FPÖ) und Burgenland-Holding-Leiter Hans Peter Rucker seine Ziele.

Diese liegen vor allem in der Belebung der Technologiezentren und des Wirtschaftsparks Heiligenkreuz sowie in der Umsetzung von Infrastruktur-Projekten wie dem Bau der Schnellstraße S7. Eines der obersten Prinzipien: „Die Parteipolitik soll draußen bleiben.“

„Ich bin der Meinung, zu wissen, was im Südburgenland zu tun ist“, so Unger. „Das bedeutet nicht, dass es schlecht ist, was bisher geleistet wurde. Ich bin auch kein Wunderwuzzi, aber als Koordinator möchte ich zwischen den einzelnen Stellen optimal vermitteln.“ Angesiedelt ist der Posten des Südburgenland-Managers in der WiBUG (Wirtschaft Burgenland GmbH) als „hauptberufliche Tätigkeit mit entsprechendem Gehalt“.

„Schnittpunkt zwischen den Menschen“

Vor der Landtagswahl 2015 hatte die SPÖ noch Ex-Kurbad-Tatzmannsdorf-Vorstand Rudolf Luipersbeck als Süd-Manager präsentiert. Dessen ehrenamtliches Engagement platzte jedoch in letzter Minute aufgrund von Differenzen in der damaligen SPÖ-ÖVP-Koalition, wie Landeschef Niessl im Zuge der heutigen Präsentation erneut festhielt. Dass die FPÖ als Oppositionspartei damals noch von einem „Gag der Regierung“ gesprochen hatte, sieht Wirtschaftslandesrat Petschnig heute differenzierter: „Die Idee wurde von uns immer für gut befunden.“

Aus Sicht des Landes soll der neue Südburgenland-Manager als „Schnittpunkt zwischen Gemeinden, Wirtschaft und Politik“ fungieren, „also einfach zwischen den Menschen“, so Niessl.