Erstellt am 10. März 2013, 22:30

Neuer Verteidigungsminister Klug angelobt. Gerald Klug (S) ist Montagfrüh von Bundespräsident Heinz Fischer als Verteidigungsminister angelobt worden.

APA11831070-2 - 11032013 - WIEN - …STERREICH: ZU APA-TEXT II - (v.l.) BP Heinz Fischer, BK Werner Faymann und der neue Verteidigungsminister Gerald Klug am Montag, 11. März 2013, während der Angelobung des neuen Verteidigungs- und Sportministers in der Präsidentschaftskanzlei in Wien. APA-FOTO: HELMUT FOHRINGER  |  NOEN, HELMUT FOHRINGER (APA)
Das Bundesheer hat einen neuen Minister. Der bisherige SPÖ-Bundesrat Gerald Klug hat am Montag offiziell Norbert Darabos von seinem Amt erlöst. Er übernehme der neuen Job "mit einem guten Gefühl", sagte der neue Verteidigungsminister bei der Amtsübergabe in der Rossauer Kaserne. Schwerpunkt seiner nur kurzen Amtszeit bis zur Nationalratswahl im Herbst wird die Reform des Wehrdienstes sein. Die dafür zur Verfügung stehende Zeit sei zwar "überschaubar", Klug zeigte sich aber "felsenfest davon überzeugt", dass dabei etwas "Schönes, Attraktives und Interessantes" herauskommen werde.


Er fühle sich den Grundwehrdienern "in besonderer Weise verpflichtet", denn er habe von der Bevölkerung bei der Wehrpflicht-Volksbefragung "einen klaren Auftrag bekommen", so Klug. Dafür habe er genau so viel Zeit zur Verfügung, wie der Wehrdienst dauere - genau sechs Monate. Der Grazer zeigte sich zuversichtlich, den angepeilten Zeitplan einhalten zu können und bis zum Sommer einen Maßnahmenkatalog fertig zu haben.

Klugs Vorgänger, Norbert Darabos, der bei der Amtsübergabe ein Lächeln im Gesicht trug und sehr gelöst wirkte, ging auf das dominierende Thema der letzten Monate nicht ein. Er meinte lediglich, dass im Leben nicht immer alles funktioniere, man aber nichts verbessern könne, wenn man keine Veränderungen anstrebe. Darabos versicherte trotz mancher Missgeschicke, dass er keinen Tag seiner sechsjährigen Amtszeit missen möchte.

Er sei der längst dienendste Verteidigungsminister der EU, so Darabos. Das sei zwar kein Qualitätsmerkmal, er wage aber zu behaupten, dass seine Amtszeit eine gute Zeit für die österreichische Sicherheitspolitik gewesen sei. Der Job sei nicht immer einfach gewesen. Er habe aber eine fordernde und erfüllende Zeit gehabt. Seinem Nachfolger wünschte Darabos viel Erfolg und "die notwendige Hartnäckigkeit".

Begleitet wurden der scheidende und der neue Minister bei der Feier von Generalstabschef Edmund Entacher, der es nach dem missglückten Absetzungsversuch durch Darabos geschafft hat, ein paar Tage länger als dieser im Amt zu bleiben. Entacher verabschiedet sich Ende März in die Pension.

Nach der feierlichen Amtsübernahme mit einer Ehrenabordnung der Garde im Innenhof des Ministeriums traf Klug zu einem kurzen Vorstellungsgespräch die leitenden Beamten des Ministeriums. In seinem Büro hing ein Plakat, auf dem er von den Mitarbeitern "herzlich Willkommen" geheißen wurde.

Vor seinem Antritt im Ministerium wurde Klug Montagfrüh in der Hofburg von Bundespräsident Heinz Fischer angelobt. Er wurde dabei von Bundeskanzler Werner Faymann (S), seinen Eltern und seinem Bruder begleitet. Fischer, der Oberbefehlshaber des Bundesheeres ist, wünschte dem neuen Minister für die "wichtige, verantwortungsvolle und sicher schwierige Aufgabe alles Gute": "Mach's gut, toi, toi, toi."