Erstellt am 11. November 2013, 22:58

Neues Angebot für Lehrer "nicht zufriedenstellend". Mit einem nur leicht adaptierten Entwurf ist die Regierung am Montag in die 34. Verhandlungsrunde zur geplanten Lehrerdienstrechtsreform gegangen.

Man habe die mehr als 1.700 Stellungnahmen durchgearbeitet und "einiges an Anregungen aufgenommen", erklärte Beamtenministerin Heinisch-Hosek. An den großen Eckpunkten habe man aber nichts geändert, bekräftigte sie. Damit erteilte sie den Forderungen der Lehrervertreter nach umfassenden Änderungen schon vor Sitzungsbeginn eine Absage. Die vorgenommenen Änderungen seien alle kostenneutral, angesichts des Konsolidierungsbedarfs des Budgets seien die im Entwurf vorgesehenen "attraktiven Einstiegsgehälter" allerdings als etwas Positives zu sehen. Bei der Runde mit den Gewerkschaftern um Chefverhandler Paul Kimberger erwartete sie sich, dass der veränderte Entwurf nun Paragraf für Paragraf durchgegangen werde.

Der neue Entwurf stieß bei den Lehrervertretern auf keine Zustimmung. "Ich denke, es ist nicht zufriedenstellend", so Chefverhandler Paul Kimberger (FCG). Auf den ersten Blick seien zahlreiche wesentliche Stellungnahmen zum Begutachtungsentwurf nicht eingearbeitet worden.

Die Gewerkschaft müsse sich nun den erst zu Verhandlungsbeginn übergebenen Entwurf genau ansehen, sagte Kimberger nach den eineinhalbstündigen Gesprächen. Daher sei vorerst nur eine oberflächliche Bewertung möglich. Man fordere aber nach wie vor die Abbildung der künftig masterwertigen Ausbildung für alle Lehrer im Dienstrecht, eine neue Arbeitszeitstudie sowie die Reduktion von Bürokratie. Nach wie vor liege kein attraktives Angebot am Tisch.