Erstellt am 23. August 2011, 14:53

Neues Gremium für Hochschulplan ab Herbst. Ab Herbst soll in Österreich ein neues Gremium für eine bessere Abstimmung der Angebote von Universitäten und Fachhochschulen (FH) sorgen. Diese "Hochschulkonferenz" soll das Angebot von Forschung und Lehre in Österreich koordinieren, vernetzen und damit deutlich effizienter machen. Ein erstes Treffen habe bereits stattgefunden, sagte Wissenschaftsminister Töchterle.

"Wir müssen uns in Europa warm anziehen", betonte Andrea Schenker-Wicki (Universität Zürich), die den Expertenbericht zum Hochschulplan gemeinsam mit Antonio Loprieno (Rektor der Uni Basel) und Eberhard Menzel (Präsident der Fachhochschule Westliches Ruhrgebiet) erarbeitet hat. Nur wenn in Europa in Bildung investiert werde, werde es nicht von Asien abgehängt. Das Rad habe man in dem Bericht allerdings nicht neu erfunden, dämpfte Schenker-Wicki die Erwartungen.

Um die beschränkten Mittel für Wissenschaft und Forschung effizient zu verteilen, schlägt das Trio die Einrichtung zweier neuer Gremien vor, die neben den Hochschulen auch die Forschung in Österreich koordinieren könnten: Neben der Hochschulkonferenz - vorerst bestehend aus Vertretern der Universitätenkonferenz (uniko), der Fachhochschulkonferenz (FHK) und des Wissenschaftsministeriums - solle auch eine "Hochschulkommission" eingerichtet werden, die die strategische Ausrichtung vorgeben soll. Töchterle zeigte sich allerdings skeptisch, ob ein solches Gremium tatsächlich eingerichtet wird.

Die Idee, den Anteil der Studenten an Fachhochschulen (2009 lag er bei 11 Prozent) deutlich zu steigern, will Töchterle indes durch einen Ausbau der Plätze umsetzen - wobei er sich nicht auf eine Zahl festlegen wollte. Bis Ende 2011 soll der Hochschulplan in Grundzügen fertig sein, kündigte der Generalsekretär des Wissenschaftsministeriums, Friedrich Faulhammer, an. Neben der Studienplatzfinanzierung soll er auch einen Bauleitplan und einen Forschungsinfrastrukturplan beinhalten.