Erstellt am 12. Oktober 2011, 12:02

Neues Lehrer-Dienstrecht kommt erst im Sommer 2012. Der Weg ist bekanntlich das Ziel - und der stellte sich beim neuen Lehrer-Dienstrecht bisher als steinig heraus. Nach Verwerfen des ursprünglichen Ziels, das neue Dienstrecht für die etwa 120.000 Lehrer in Österreich bis Ende des Jahres auszuverhandeln, nannte Unterrichtsministerin Schmied am Mittwoch die Mitte des kommenden Jahres als neuen Ziel-Termin für die angedachte Einigung.

"Wir haben den Ehrgeiz, bis Sommer fertig zu sein", so Schmied, "immerhin wollen wir es ja auch noch umsetzen". Einfacher scheint das mit den Lehrenden an Pädagogischen Hochschulen (PH) zu funktionieren. Ihr neues Dienst- und Besoldungsrecht geht bereits am Mittwoch in Begutachtung und soll ab September 2012 wirksam werden. Anders als beim Dienstrecht für die Lehrer an Schulen soll es für alle und damit nicht nur für die neu eintretenden Lehrer an den PH und damit rund 1.200 Personen gelten.

Der Entwurf sieht analog zum Dienstrecht an den Unis künftig fünf Wochen Urlaub statt der bisherigen Ferienregelung vor. "Wir stellen die PH-Lehrenden damit den Angestellten in der Privatwirtschaft gleich", so Beamtenministerin Heinisch-Hosek. Durch das Jahresarbeitszeitmodell ist laut Schmied auch verstärkt Fortbildung für Lehrer in den Ferienmonaten außerhalb der Unterrichtszeit möglich. Das Grundgehalt der Lehrenden bleibt gleich, für Mehrleistungen wie Forschungstätigkeiten soll es zusätzlich "All-in-Zulagen" geben. Auch eine Leistungsentlohnung in Form von Prämien ist angedacht.