Erstellt am 26. Januar 2011, 00:00

Neue Unruhe im Schloss. KLAGE LÄUFT / Esterházy und das Land streiten einmal mehr um das Eisenstädter Schloss. Jetzt will man miteinander reden.

Schloss als Zankapfel: Esterházy-Generaldirektor Stefan Ottrubay (l.) und Landeschef Hans Niessl.BVZ  |  NOEN
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VON WOLFGANG MILLENDORFER

Lange hat er nicht gedauert, der „Waffenstillstand“ zwischen Esterházy und dem Land Burgenland. Im Vorjahr hat sich das Land aus dem Schloss in Eisenstadt zurückgezogen, jetzt steht man vor einem Gerichtsverfahren (siehe auch „Hinter den Kulissen der Landespolitik“, Seite 4).

Denn das Schloss Esterházy soll von seinem früheren Pächter, dem Land, nicht ordnungsgemäß in Schuss gehalten worden sein. Rund um die kolportierte Summe von zehn Millionen Euro wurde nun eine Klage eingebracht. Dazu sehen sich die Esterházy Betriebe aufgrund bautechnischer und rechtlicher Gutachten gezwungen, sonst gingen die Ansprüche verloren.

Eine erste Verhandlung ist für März anberaumt. Dazu muss es aber nicht kommen – wenn sich Land und Esterházy außergerichtlich einigen. Gespräche dazu werden angestrebt. Dass diese Möglichkeit im Vorfeld vom Land nicht genutzt worden sei, wird mit Verweis auf das laufende Verfahren nicht kommentiert.

Schon seit Jahren ist das Verhältnis der beiden Streitparteien unterkühlt. Nachdem man sich im Jahr 2009 über eine Verlängerung des Pachtvertrages nicht einig werden konnte – strittig war vor allem die Renovierung –, ging die Schloss-Verwaltung wieder an die Esterházy-Stiftung.