Erstellt am 21. Juli 2012, 13:38

Niessl mit Ende des Grenzeinsatzes unzufrieden. "Anders vorgestellt" hätte sich Landeshauptmann Niessl den Übergang vom 2011 eingestellten Assistenzeinsatz im Burgenland.

Angesichts der stark gestiegenen Schlepperkriminalität erneuerte Niessl am Samstag seine Forderung nach mehr Sicherheitspersonal. Er plädierte für die Rückholung von 100 burgenländischen Polizeibeamten aus anderen Bundesländern, sowie einen Dorfpolizisten in jeder Gemeinde.

Zur Bekämpfung des Schlepperunwesens möchte der Landeshauptmann eine Soko ins Leben rufen. Die Anzahl der Schlepperdelikte ist laut Kriminalstatistik der Sicherheitsdirektion Burgenland im ersten Halbjahr 2012 um 583 Prozent gestiegen. "Wir haben 3,4 Prozent an Einwohnern und 23 Prozent der Schlepperkriminalität in Österreich", so Niessl am Samstag.

Zwar handle es sich bei der illegalen Migration um eine europäische Problematik, aber das Burgenland müsse selbst auch aktiv werden um sie in den Griff zu bekommen, ging Niessl auf Aussagen von ÖVP-Klubobmann Rudolf Strommer ein. Strommer hatte am Samstag in einer Aussendung erneut die Inbetriebnahme einer funktionierenden griechischen Asylbehörde sowie verbesserte Zusammenarbeit in der Grenzsicherung gefordert.

Erst am Freitag sind im Bezirk Neusiedl am See acht illegale Grenzgänger aufgegriffen worden. Die sechs Afghanen und zwei Pakistani waren beobachtet worden wie sie um die Mittagszeit im Ortsgebiet von Pamhagen aus zwei Pkw ausstiegen. Die beiden Fahrzeuglenker und mutmaßlichen Schlepper konnten trotz sofort eingeleiteter Fahndung entkommen.