Erstellt am 08. Februar 2014, 13:21

Niessl unter Verdacht. Landeshauptmann Hans Niessl steht unter Verdacht, vom Tiroler Industriellen Manfred Swarovski vor vier Jahren 10.000 Euro in einem Kuvert erhalten zu haben. Hintergrund dieser Zahlung soll die Ansiedelung von „Swarco“ in Neutal gewesen sein.

Laut „profil“ pflegt Niessl freundschaftliche Kontakte mit Swarovski, im April 2011 wurde dem Industriellen das Komturkreuz des Landes verliehen. „profil“ stützt sich im Artikel auf eine „anonymisierte Information“, bei weiteren Recherchen sei man dann auf eine „mit dem Vorgang vertraute Person gestoßen, die den Vorwurf bestätigte“. Der Informant hat sich schriftlich bereit erklärt, im Rahmen eines eventuellen Gerichtsverfahrens gegen „profil“ als Zeuge auszusagen.
 
Die Reaktionen aus der burgenländischen Politik ließen nicht lange auf sich warten

Der Grüne Ex-Landtagsabgeordnete und nunmehrige Kandidat für die EU-Wahl, Michel Reimon, fordert Niessl auf „profil gleich am Montag zu klagen und die Angelegenheit gerichtlich klären zu lassen. Tut er das nicht, soll er zurück treten.“
 
Seitens der SPÖ werden die Vorwürfe vehement bestritten

„Die erhobenen Vorwürfe sind völlig aus der Luft gegriffen. Die SPÖ Burgenland wird einen Anwalt beauftragen und gegen diese Verleumdungen vorgehen. Klar ist auch, dass weder der Landeshauptmann noch die Privatperson Hans Niessl sich diese Vorwürfe gefallen lassen werden“, reagierte SPÖ-Landesgeschäftsführer Robert Hergovich in einer Aussendung. „Wir vermuten eine politische Agitation, deshalb ist der Klagsweg notwendig, um zu eruieren, wer hinter diesen Verleumdungen steckt.“ Für alle Beteiligten gilt die Unschuldsvermutung.