Erstellt am 12. Januar 2016, 20:26

von APA/Red

Niessl will ganztägige Schulformen ausbauen. Im Burgenland will man in der Neuen Mittelschule und in der Volksschule die ganztägigen Schulformen weiter ausbauen, sagte Landeshauptmann Hans Niessl (SPÖ) am Dienstag in Eisenstadt in seiner jährlichen Grundsatzrede, die diesmal dem Thema "Jahr der Bildung" gewidmet war.

ABD0113_20150819 - NEUD…RFL - …STERREICH: LH Hans Niessl am Mittwoch, 19. August 2015, im Rahmen eines Presse-Besuchs im FlŸchtlingshaus Neudšrfl. - FOTO: APA/GEORG HOCHMUTH  |  NOEN, APA/Georg Hochmuth
Dort, wo der Bedarf bestehe, müsse es die ganztägige Bildung geben, betonte Niessl. "Burgenland ist das Land der guten Bildung", erklärte der Landeshauptmann. Sein Ziel sei es, hart daran zu arbeiten, "Land der besten Bildung aller österreichischer Bundesländer" zu werden. Niessl hob die Bedeutung von Chancengleichheit hervor. Es sei wichtig, individuell auf die Bedürfnisse der Kinder einzugehen. Ab September soll es den "Schulstart neu" - beim Übergang vom Kindergarten zur Volksschule - in ausgedehnter Form geben. Auch die sprachliche Frühförderung solle bereits heuer im Kindergarten einsetzen.

Ein weiterer Schwerpunkt sei, noch stärker in die technischen Berufe zu gehen und, an die Fachhochschule angebunden, den Bereich Forschung und Entwicklung zu stärken. "Unsere Forschungsquote ist zu gering", meinte Niessl. Hier gebe es noch Defizite, die man Schritt für Schritt abbauen werde.

Eine Herausforderung werde es 2016 auch sein, Gesetze und Werte wie Toleranz und gegenseitigen Respekt zu vermitteln. Man erwarte, "dass alle, die hier leben, die hier wohnen, diese Werte, diese Gesetze auch in entsprechender Form einhalten".

Als Gastredner hatte Niessl diesmal den Humangenetiker Markus Hengstschläger eingeladen, der den Zuhörern auf unterhaltsame Weise vermittelte, jeder Mensch habe sein individuelles genetisches Rüstzeug, das nicht ein Leben lang durch Gleichmacherei beeinträchtigt werden sollte. Stattdessen sollte jeder dort abgeholt werden, wo seine idealen Voraussetzungen seien. Was man der nächsten Generation mitgeben müsse, sei statt einer - unberechtigten - Angst vor der Zukunft "eine ordentliche Portion Mut".