Erstellt am 11. Februar 2014, 19:09

von Wolfgang Millendorfer

Niessl: „Wir haben Vermutungen“. Geldkuvert-Affäre / Zeuge erhebt neue Vorwürfe. Landeshauptmann Hans Niessl will jetzt die Hintergründe aufdecken.

Von Wolfgang Millendorfer

Empört reagierte Landeshauptmann Hans Niessl im BVZ-Gespräch am Dienstag auf weitere Vorwürfe in der Geldkuvert-Affäre.

In einem Online-Artikel des „Profil“ wurde nun jener Zeuge zitiert, der in der Causa auch vor Gericht aussagen könnte: Diese Person habe, so „Profil“, dem Landeshauptmann im Zuge eines Besuches beim Tiroler Industriellen Manfred Swarovski persönlich ein Kuvert mit 10.000 Euro überreicht.

„Hintergründe können nur parteipolitische sein“

„Ich habe weder Geld angeboten bekommen, noch entgegen genommen. Das ist ganz offensichtlich eine Lügengeschichte und Rufmord auf Raten“, sagte Niessl gegenüber der BVZ. Die Klagen wegen Kreditschädigung und Sachverhaltsdarstellungen gegen den mutmaßlichen Informanten und den Zeugen sollen noch diese Woche fertig sein. Und bei diesen Klagen, so Niessl, gehe es um „eine deutlich höhere Summe“ als 10.000 Euro.

Von den Verfahren erwartet sich der Landeshauptmann, dass Licht in die Sache gebracht wird: „Dann werden auch die Hintergründe zum Vorschein kommen. Und die können meiner Meinung nach nur parteipolitische sein, das zeigt sich auch in den Artikeln. Wir haben unsere Hinweise in die Sachverhaltsdarstellungen eingebracht und an die Staatsanwaltschaft weitergegeben. Wir haben unsere Vermutungen.“

Näheres will Niessl dazu noch nicht sagen. Was die Vorwürfe und Details der mutmaßlichen Geldübergabe angeht, betont er einmal mehr: „Ich war zur genannten Zeit nicht in Tirol, auch nicht privat oder Schifahren. Ich kann und werde all das auch eidesstattlich belegen.“