Erstellt am 02. Januar 2012, 12:51

Niko Pelinka hat keinen Plan B. Der bisherige SPÖ-"Freundeskreis"-Leiter im ORF-Stiftungsrat, Niko Pelinka, strebt weiter das Amt des Büroleiters in der ORF-Generaldirektion an. Ob er einen Plan B habe, falls der öffentliche Druck gegen ihn doch zu groß wird? "Nein", so Pelinka dazu auf Anfrage.

Ob er mit seiner Bestellung rechne? "Entscheiden wird das der Generaldirektor. Er hat mich angehalten, mich zu bewerben."

Sein Stiftungsratsmandat hat Pelinka nach eigenen Angaben bereits mündlich am 23. Dezember zurückgelegt. Eine schriftliche Verständigung sei ebenfalls unterwegs, sagte er. Bis zu seinem geplanten Engagement beim ORF ist Pelinka derzeit ohne Anstellung. "Mein Vertrag bei den ÖBB ist mit 31. Dezember ausgelaufen. Jetzt werde ich mich für die Büroleitung in der ORF-Generaldirektion bewerben", sagte er.

Wie "profil" schreibt, hätte Pelinka in dieser Funktion auch Zugriff auf das ORF-Redaktionssystem "Redsys" und wäre somit aktuell über den Planungsstand der Nachrichtensendungen des Tages informiert. Zu Spekulationen über die Art seiner künftigen Tätigkeit will der Bürochef in spe nicht Stellung nehmen. "Ich verweise hier auf die ORF-Pressestelle, die genaue Auskunft über das Arbeitsbild des Bürochefs geben kann."

Laut ORF-Kommunikationschef Martin Biedermann ist "nicht festgeschrieben, welche EDV-Berechtigungen ein Büroleiter hat", wie dieser sagte. "Es gibt mehrere Programm-Planungstools, eines davon ist das Redsys, das zur kurzfristigen Planung dient. Zugriff darauf haben aber hunderte Leute im Haus". Daneben nehme der Büroleiter des Generaldirektors auch an den regelmäßigen Managementsitzungen teil, zu denen der Generaldirektor seine Direktoren lädt. Der Büroleiter schreibe dabei das Protokoll.