Erstellt am 23. Juli 2012, 11:42

NMS hat keine Schüler von AHS abgezogen. Die Aufwertung von Hauptschulen zu Neuen Mittelschulen (NMS) seit dem Schuljahr 2008/09 hat bisher zu keinem Abzug von Schülern von den AHS geführt.

Das zeigt die aktuelle Beantwortung einer parlamentarischen Anfrage der ÖVP-Abgeordneten Anna Franz durch Unterrichtsministerin Schmied. Mit der Entwicklung der NMS sei man indes "sehr zufrieden", hieß es aus Schmieds Büro. Demnach lag der Anteil an Schülern, die eine AHS-Unterstufe besuchten, zwischen 2007/08 - also dem Jahr vor der NMS-Einführung - und 2010/11 (aktuellste verfügbare Zahl) konstant bei rund einem Drittel. Die NMS hatte 2008/09 als Modellversuch an 67 Standorten mit rund 3.700 Schülern gestartet, im kommenden Schuljahr wird es bereits 698 NMS-Standorte in ganz Österreich geben. Bis zum Schuljahr 2018/19 werden alle Hauptschulen auf NMS umgestellt. Dabei sind nur sehr wenige Gymnasien der Einladung Schmieds gefolgt, ihre Unterstufe ebenfalls auf die NMS umzustellen. Elf der 272 AHS-Unterstufen (vier Prozent) haben sich zu diesem Schritt entschieden.

Bedarf nach mehr AHS-Unterstufenplätzen gibt es laut Anfragebeantwortung übrigens nicht: Schmied betont, dass es im Schuljahr 2011/12 keine Anträge der Landesschulräte gegeben habe, "nach denen die Schaffung bzw. Bereitstellung zusätzlicher AHS-Plätze oder sogar die Neugründung von AHS-Standorten begehrt worden wäre". Mit Ausnahme der "Elterninitiative Hermagor" und einem Fall eines Schülers, der trotz AHS-Reife nicht am lokalen Gymnasium aufgenommen wurde, seien auch keine Eltern- oder regionalpolitischen Initiativen für mehr AHS-Unterstufenplätze bekannt.

Der Anteil an AHS-Schülern sei "seit Jahren stagnierend bzw. leicht sinkend", heißt es aus Schmieds Büro. Mit der Entwicklung der NMS sei man indes "sehr zufrieden": Es gebe einzelne Standorte, die sich mittlerweile etabliert haben, und wo wegen des regen Interesses zusätzliche Klassen eröffnet werden müssten. Den übrigen Standorten müsse man die nötige Zeit geben.