Erstellt am 13. Dezember 2013, 10:48

Nur fünf Frauen in der neuen Bundesregierung. Ein Gruppenbild mit wenigen Damen, so präsentiert sich die neue Bundesregierung. In der ÖVP-Mannschaft sind nur noch zwei Frauen vertreten.

Mit insgesamt fünf Frauen zählt das Regierungsteam nun eine weniger als das erste von Kanzler Faymann (SPÖ). Weil die Regierungsmannschaft gleichzeitig um zwei Posten verkleinert wird, bleibt die Frauenquote mit knapp einem Drittel aber in etwa gleich.

Finanzstaatssekretärin Sonja Steßl als neues Gesicht

Bereits etabliert sind Bures als Infrastrukturministerin sowie Heinisch-Hosek als neue Bildungs- und Frauenministerin für die SPÖ. Neu in Faymanns Team ist die 32-jährige Finanzstaatssekretärin Sonja Steßl. Die Zahl der Frauen ist mit drei gleich geblieben - Schmied verabschiedete sich ja als Unterrichts- und Kulturministerin nach der Nationalratswahl, Bures und Heinisch-Hosek blieben.

In der ÖVP-Führungsmannschaft verringerte sich hingegen der Frauenanteil. Auf dem jüngsten Bild nach dem Parteivorstand zeigt sich, dass in Parteichef Spindeleggers Team Männer die wichtigen Positionen besetzen. Das Finanzressort hat er von Fekter gleich selbst übernommen.

VP-Frauen erfreut über Karmasin-Bestellung

Mit Mikl-Leitner leitet nur noch eine Frau das gewichtige Innenministerium. Klubchef wurde ein Mann, Lopatka, auch den Posten des Zweiten Nationalratspräsidenten hat er gegen den Widerstand der ÖVP-Frauen mit Kopf besetzt. Wolfgang Brandstetter übernahm die Justizagenden von der Steirerin Karl und die Neue in Spindeleggers Ministerriege, Sophie Karmasin, bekommt mit dem Familien- und Jugendressort ein "klassisches" Frauenthema.

Die ÖVP-Frauen zeigten sich am Freitag nach der Vorstellung des schwarzen Regierungsteams am Vorabend erfreut über die Bestellung der neuen Familienministerin Karmasin. Ein Wermutstropfen sei allerdings, dass nun nur noch zwei Ministerinnen im ÖVP-Team sind.

Erste weibliche Ministerin der II. Republik erst 1966 berufen

Damit sind nun fünf der 16 Minister und Staatssekretäre Frauen (32 Prozent) - etwas weniger als in der vergangenen Legislaturperiode. Von 2008 bis 2013 zählte die Bundesregierung mit ihren damals noch 18 Ministern und Staatssekretären zwischenzeitlich sogar bis zu sieben Frauen (39 Prozent).

Historisch betrachtet war in den ersten zwanzig Jahren der Zweiten Republik überhaupt keine Frau in der Regierung vertreten. Dies änderte sich mit der ersten Sozialministerin Grete Rehor in der ÖVP-Alleinregierung von Josef Klaus 1966.