Erstellt am 17. Dezember 2013, 23:59

von Wolfgang Millendorfer

Nur mehr ein Minister. Angelobung / Josef Ostermayer als einziger Burgenländer in der neuen Regierung. Das Land setzt auf Unterstützung vom Bund.

Von Wolfgang Millendorfer

Nach einigen innerparteilichen Turbulenzen und begleitet von Demonstrationen wurde die Bundesregierung am Montag in der Hofburg angelobt. Mit dabei war nur mehr ein „Burgenland-Minister“: Josef Ostermayer ist vom Staatssekretär zum Kanzleramtsminister aufgestiegen und als solcher unter anderem für die Beamten, die Medien und die – aus dem Unterrichtsministerium ausgegliederte – Kultur zuständig. Der 52-jährige Schattendorfer lebt seit vielen Jahren in Wien und gilt als engster Vertrauter von Kanzler Werner Faymann – und jetzt als „wichtigster Minister“, wie Landeshauptmann Hans Niessl nach der offiziellen Absegnung der Koalition anmerkte.

Diese hatte zugleich mit heftiger Kritik an ihrem Arbeitsprogramm zu kämpfen. Im Burgenland verteidigte Niessl das von ihm in Teilbereichen mitverhandelte Papier: Viele kleine Schritte seien intelligenter als ein „großer Wurf“.

„Wir werden auch weiter im Bund Gehör finden.“

Dieser fehlt Landesvize Franz Steindl, der jedoch meint: „Es kommt jetzt darauf an, ob dieses Papier gelebt wird.“

Enttäuscht zeigte sich Steindl über die Personalentscheidungen, da er schon am Tag der Wahl einen Minister eingefordert hatte. Nikolaus Berlakovich wurde im Agrar-Ressort nun aber von Andrä Rupprechter abgelöst und sitzt als einziger burgenländischer VP-Mandatar im Nationalrat.

Dass das Land nicht mehr – wie früher durch Berlakovich und Ex-SP-Minister Norbert Darabos – doppelt in der Regierung vertreten ist, finden sowohl SPÖ als auch ÖVP „schade“. Aber: „Wir werden auch weiter im Bund Gehör finden.“