Erstellt am 15. Mai 2013, 13:06

Nur SVA 2012 bei Krankenkassen im Minus. Österreichs Krankenkassen haben im vergangenen Jahr bei einem Gesamtbudget von 15,4 Mrd. Euro einen Überschuss von 182 Millionen Euro erzielt.

Das geht aus dem am Mittwoch vom Hauptverband der Sozialversicherungsträger vorgelegten vorläufigen Endergebnis hervor. Gegenüber der vorläufigen Erfolgsrechnung aus dem Februar bedeutet dies eine weitere Verbesserung um 44 Mio. Euro.

Für 2013 rechnen die Krankenkassen nun mit einem Plus von rund 59 Mio. Euro (Februar-Voranschlag: 31 Mio. Euro). Im Minus war 2012 lediglich die Sozialversicherungsanstalt (SVA) der gewerblichen Wirtschaft mit einem negativen Saldo von 8,9 Mio. Euro. Unter den Gebietskrankenkassen waren Wien (+53,4 Mio. Euro), Oberösterreich (+10,8), Steiermark (+39,9), Kärnten (+12,2) und Salzburg (+15,9) im Plus.

Niederösterreich, Burgenland, Tirol und Vorarlberg verzeichneten eine schwarze Null. Positiv schlossen auch die Sozialversicherungsanstalt der Bauern (+33,3) sowie die Versicherungsanstalten öffentlich Bediensteter (+19,4) und für Eisenbahn und Bergbau (+4,2) ab.

Das tatsächliche Ergebnis von 182 Mio. Euro ist niedriger als 2011, als 240 Mio. Euro geschafft wurden. Für 2013 geht der nunmehrige Voranschlag von einem positivem Saldo der 19 Krankenversicherungsträger von 58,5 Mio. Euro aus. Einige Träger könnten demnach ins Minus rutschen, nämlich die GKKs in Kärnten und Tirol sowie neben der SVA der gewerblichen Wirtschaft auch die Versicherungen der öffentlich Bediensteten und für Eisenbahn und Bergbau.

Der Schuldenabbau bei den Krankenkassen ist im Vorjahr weiter fortgeschritten. Außer der Wiener Gebietskrankenkasse mit 182,3 Mio. Euro an Verbindlichkeiten waren laut am Mittwoch veröffentlichten Zahlen für 2012 alle Kassen schuldenfrei. Ein Jahr zuvor hatte der Schuldenstand noch 280 Mio. Euro betragen, neben der WGKK waren damals auch die Kassen in Kärnten und der Steiermark betroffen.