Erstellt am 17. Februar 2016, 06:49

von Alexandra Gollubics-Prath

Obmann wird Obfrau? „Nichts übers Knie brechen“. In Klagenfurt werden die Statuten der Grünen weiblich – im Burgenland ist das derzeit noch kein Thema.

Regina Petrik  |  NOEN, zvg
In Kärnten hielten es viele für einen Faschingsscherz - im Burgenland sei die Zeit dafür ohnehin noch nicht reif, meinte vor Kurzem die Landessprecherin der Grünen, Regina Petrik, gegenüber der BVZ.

Die Rede ist vom Beschluss der Klagenfurter Grünen, die Sprache in ihrem Statut zu ändern, um „ein Zeichen nach außen zu setzen“. Statt die männliche Form zu verwenden oder zu gendern, wird darin nun alles weiblich: Aus dem Obmann wird die Obfrau, aus dem Vorsitzenden eine Vorsitzende und so weiter.

Im Burgenland sollte man diesbezüglich derzeit aber besser „nichts übers Knie brechen“, so Petrik. „Viele würden das als ein Hinausschießen über das Ziel interpretieren. Ich habe bei einer Landtagssitzung Teile der Landesverfassung in gegenderter Form vorgelesen und bin schon damit auf Verwirrung gestoßen.“

Die Grünen Landeschefin findet aber Einzelinitiativen gut, um „aufzuzeigen, wie Sprache wirkt und welche Bilder sie in unseren Köpfen hervorruft.“