Erstellt am 12. April 2013, 06:43

ÖAAB für "gesunden Mix" im Wohnbau. Der ÖVP-Arbeitnehmerflügel ÖAAB wünscht sich beim Thema Wohnen einen "gesunden Mix" zwischen gefördertem und freifinanziertem Wohnbau. Das erklärte ÖAAB-Obfrau Mikl-Leitner.

Ihre konkreten Forderungen lauten unter anderem auf Senkung des Mietzins-Richtwertes für Gemeindebauwohnungen sowie genaue Aufschlüsselungen von Zu- und Abschlägen.

Generelle Mietzins-Obergrenzen - wie zuletzt etwa von SPÖ-Chef Faymann erneut gefordert - lehnt Mikl-Leitner als "Humbug" klar ab. Die ÖAAB-Chefin hat sich bei dem Thema von Klaus Lugger vom Verband gemeinnütziger Bauvereinigungen und Mieterbund-Präsident Puchebner beraten lassen. Beide pflichteten ihr in ihrer Ablehnung bei.

Eine solche Maßnahme würde dazu führen, dass nicht mehr investiert wird, sagte Mikl-Leitner. Außerdem seien Obergrenzen gar nicht notwendig, sofern ausreichend gefördert wird. Denn dann müssten sich die Mieten von freifinanzierten Mietwohnungen ohnehin an den geförderten orientieren.

Verlangt wird von Mikl-Leitner sowie ihren beigezogenen Experten eine Gleichstellung zwischen gemeinnützigem Wohnbau und Gemeindebauwohnungen - und zwar hinsichtlich des Richtwertes bei (ausfinanzierten) Gemeindebauwohnungen: Dieser sollte an den (niedrigeren) Richtwert der gemeinnützigen Wohnbauten angeglichen werden, so die Forderung des ÖAAB. Derzeit betrage der Richtsatz in Wiener Gemeindebauwohnungen 5,16 Euro pro Quadratmeter, jener für gemeinnützige Wohnbauten 3,29 Euro.

Ebenfalls auf der Wunschliste des ÖAAB steht eine genaue Auflistung der Ab- und Zuschläge zum Richtmietzins. Es müsse ein transparentes Mietrecht geschaffen werden, so die Forderung von Mikl-Leitner. Damit wäre für die Mieter klar ersichtlich, ob alles rechtens ist, sagte Puchebner.