Erstellt am 24. Mai 2011, 11:52

OECD warnt vor Krisenfolgen und Arbeitslosigkeit. Zur Eröffnung der 50-Jahr-Jubiläumsfeierlichkeiten der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) wurden Mahnungen wegen der nach wie vor schwierigen Lage der Wirtschaft laut.

Zur Eröffnung der 50-Jahr-Jubiläumsfeierlichkeiten der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) wurden Mahnungen wegen der nach wie vor schwierigen Lage der Wirtschaft laut. OECD-Generalsekretär Angel Gurria erinnerte an die hohe Arbeitslosigkeit in vielen der 34 Mitgliedsstaaten, wo insbesondere die Jugendarbeitslosigkeit teils dramatisch gestiegen sei.

"Die Krise ist noch nicht vorbei", sagte Gurria am Dienstagvormittag am Sitz der Organisation in Paris. EU-Ratspräsident Herman van Rompuy gab ein Bekenntnis zur gemeinsamen europäischen Währung ab: "Wir lassen den Euro nicht scheitern." Eine Restrukturierung der griechischen Schulden berge weit mehr Risiken als Nutzen, warnte er.

Der OECD-Generalsekretär verwies auf die schwierige und teils holprige Erholungsphase der Wirtschaft, die sich insbesondere bei den hohen Arbeitslosenraten zeige. Die Jugendarbeitslosigkeit sei in einigen OECD-Ländern auf über 40 Prozent angestiegen, junge Leute fänden keinen Einstieg in den Arbeitsmarkt mehr. "Wir haben die Krise noch nicht bewältigt", mahnte Gurria.

Die Wachstumsraten seien noch gering, manche Länder im OECD-Raum hätten mit hohen Inflationsraten zu kämpfen. Auch die Zahl der "Working Poor", also jener Menschen, die trotz Arbeit unter der Armutsgrenze bleiben, sei gestiegen.

Van Rompuy warnte eindringlich vor einer Umschuldung Griechenlands, diese könne zu einer Verschärfung der Lage führen. "Die Risiken einer Restrukturierung sind riesig im Vergleich zum möglichen Nutzen." Athen müsse seine Reformanstrengungen für eine moderne Wirtschaft fortsetzen, die Märkte würden Griechenland aber keine Zeit dafür geben wollen, kritisierte er.

Die EU habe auf die Krise rasch und umfassend reagiert, betonte Van Rompuy. "Wir werden den Euro nicht scheitern lassen, trotz all dem Drama und Wirbel der jetzt gemacht wird", versicherte er.