Erstellt am 18. Mai 2015, 15:14

von APA/Red

Grüne wollen 365-Euro-Ticket im Burgenland umsetzen. Wenn es nach den Grünen geht, soll nach Wien und Vorarlberg das 365-Euro-Ticket auch "endlich" im Burgenland für den öffentlichen Verkehr umgesetzt werden.

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Landessprecherin Regina Petrik rechnete am Montag vor, dass etwa eine Jahreskarte von Eisenstadt nach Wien inklusive Kernzone über 1.400 Euro koste. "Unser großes Problem ist: Pendeln ist einfach sehr teuer im Burgenland."

Wer von Jennersdorf in die Bundeshauptstadt fahren wolle bzw. müsse, "berappt pro Jahr 2.698 Euro - nur für das Ticket", sagte Petrik. Deshalb halte sie es "für dringend notwendig", das Konzept des 365-Euro-Tickets umzusetzen. Außerdem brauche man neben dem Tarifmodell u.a. auch einen massiven Ausbau.

Glawischnig: "Deutlich entlastender als Steuer- und Tarifreform"

Bundessprecherin Eva Glawischnig sieht in dem Ticket eine spürbare Entlastung für die Burgenländer. "Der Unterschied wäre aus meiner Sicht deutlich entlastender als die Steuer- und Tarifreform, die für nächstes Jahr geplant ist."

Petrik, die für die Grünen als Spitzenkandidatin bei der burgenländischen Landtagswahl am 31. Mai ins Rennen geht, blickte bereits in die Zukunft: Sollte es eine rot-grüne Regierung im Burgenland geben, in der man das 365-Euro-Ticket durchsetzen könne, könne man sich bereits einer Oppositionspartei im Landtag sicher sein, die das unterstütze, sagte Petrik. Denn "die ÖVP will das ja auch. Und unter den Voraussetzungen hat dieses Projekt, glaube ich, sehr große Chancen."

Sie sieht die SPÖ auch nach der Wahl als "stärkste Partei". "Niessl (Hans, SPÖ, Anm.) wird Landeshauptmann bleiben und er wird sich dann einen Koalitionspartner aussuchen. Es ist das einzige, was sich nach derzeitigem Ermessen rechnerisch ausgehen wird, und deswegen überlegen wir natürlich, was wir in so eine mögliche Koalition einbringen. Andere Rechenbeispiele gehen sich nicht aus", meinte Petrik.

Laut Grünen-Chefin Glawischnig herrsche derzeit "eine sehr positive Grundstimmung". Das Wahlziel im Burgenland sind drei Mandate (wäre ein Plus von zwei Mandaten, Anm.) und somit der Klubstatus.