Erstellt am 03. November 2011, 16:48

ÖGB erklärt sich schuldenfrei. Der ÖGB hat keine Schulden mehr. Das verkündete Finanzchef Schneider nach dem Bundesvorstand Donnerstagmittag, bei dem er eine "sehr solide Bilanz" für das Jahr 2010 vorgelegt hat.

Der Bilanzgewinn betrug 5,33 Millionen nach 5,12 Millionen im Jahr 2009. Die Eigenkapitalquote wurde mit 71,3 Prozent angegeben (2009: 68,2).

Schneider betonte auch die soliden Veranlagungen des Gewerkschaftsbunds. So gebe es keine "Oliven-Länder" in den Bilanzen. Ungeachtet der aus Sicht des ÖGB erfreulichen Entwicklung will man den Konsolidierungskurs fortsetzen, unter anderem, indem die Gewerkschaft mit weniger Personal auskommen will. Wie viele durch natürlichen Abgang frei werdende Stellen nicht nachbesetzt werden, wollte Präsident Foglar allerdings nicht beziffern. Kündigungen werde es jedenfalls nicht geben.

Gesetzt wird im ÖGB weiter auf Synergie-Effekte, die durch den Zusammenzug eines Großteils der Gewerkschaften in der Zentrale an der Donaumarina möglich geworden seien. Was die unmittelbare inhaltliche Zukunft angeht, drängt der ÖGB weiter auf eine Steuerreform, die eine Entlastung des Faktors Arbeit bei gleichzeitig höheren Steuern auf Vermögen vorsieht.

Weiter kämpfen wollen die Gewerkschafter gegen Pläne von Finanzministerin Fekter, die Steuervorteile bei "Golden Handshakes" zu streichen. Und einmütig festgelegt hat sich der Bundesvorstand in einer Resolution, dass entgegen den Regierungsplänen die Sozialpartner-Organisationen nicht im Lobbying-Register vertreten sein sollen.