Erstellt am 02. August 2011, 13:08

ÖH "enttäuscht" nach 100 Tagen Töchterle. Karlheinz Töchterle ist unter der "von Beginn an nicht sehr hohen" Latte durchgetaucht, statt darüber zu springen: Das ist die Bilanz der Österreichischen HochschülerInnenschaft (ÖH) nach 100 Tagen Amtszeit des Wissenschaftsministers.

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Die ÖH-Vorsitzende Janine Wulz (Grüne und Alternative StudentInnen, GRAS) zeigt sich am Dienstag "enttäuscht" bezüglich der Zusammenarbeit und der fehlenden "bildungspolitischen Visionen" des Ministers. Für einen Antrittsbesuch des neuen ÖH-Vorsitzes nehme sich Töchterle "erst im September Zeit".

Es sei zwar viel angekündigt worden, "umfassende Konzepte und Antworten auf offene Fragen lassen jedoch immer noch auf sich warten", meint ÖH-Generalsekretär Peter Grabuschnig (Fraktion Engagierter Studierender, FEST). Auch Vorsitzkollege Martin Schott von den Fachschaftslisten (FLÖ) bemängelt die Entscheidungsfreudigkeit des Ministers. Töchterle habe um die größte Baustelle im Hochschulbereich, die ausreichenden Finanzierung der Unis, "bisher einen großen Bogen gemacht".

Von Töchterle befürwortete Studiengebühren und Zugangsbeschränkungen seien "keine Lösung für die klaffenden Finanzierungslücken", stattdessen müsse das Hochschulbudget "endlich wie auf EU-Ebene beschlossen" auf zwei Prozent des Bruttoinlandsprodukts angehoben werden, so Schott.