Erstellt am 23. November 2011, 12:36

ÖH fordert Abbau bürokratischer Hürden für Erasmus. 19 Milliarden Euro will EU-Bildungskommissarin Vassiliou ausgeben, um ab 2014 doppelt so viele Studenten und Auszubildende mit Mobilitätsprogrammen ins Ausland zu schicken.

Die Steigerung der Förderung sei "längst notwendig" gewesen, begrüßt die Österreichische HochschülerInnenschaft (ÖH) die "Erasmus für alle"-Initiative am Mittwoch. Zudem forderte sie eine Reform der Stundieneingangsphase.

Geringe individuelle Förderung sowie bürokratische und finanzielle Hürden stünden einem Auslandssemester jedoch weiterhin im Weg. "Die Durchschnittsförderung ist mit monatlich 254 Euro eindeutig zu gering und muss dringend angehoben werden", so Martin Schott (Fachschaftslisten) vom ÖH-Vorsitzteam. Die Studentenvertreter fordern daher "ein klares Bekenntnis dazu, auch die individuellen Fördergelder zu erhöhen".

Seit Jahren stagniert die Zahl heimischer Studenten, die ins Ausland gehen; durch das Bolognasystem seien sie weniger flexibel. "Ein Auslandsaufenthalt bedeutet für viele eine Verlängerung ihrer Studienzeit, was gekoppelt mit der immer prekärer werdenden finanziellen Lage für viele nicht leistbar ist", meint ÖH-Generalsekretär Peter Grabuschnig (Fraktion engagierter Studierender, FEST).

Wissenschaftsminister Töchterle sei gefordert, "die bürokratischen Hürden durch komplizierte Anrechenverfahren" abzubauen und "gemeinsam mit Studierenden optimale Bedingungen zu schaffen", so Grabuschnig.

Unterdessen sprachen sich Lehrende und die ÖH an der Uni Wien für eine Reform der neuen Studieneingangs- und Orientierungsphase (STEOP) ein. Dass man nach nur einer negativen Prüfungswiederholung lebenslang für sein Wunschstudium gesperrt ist, ist für die ÖH "untragbar". Die Lehrenden sehen indes laut Kuriensprecher Karl Ille ihre Arbeit missbraucht.