Erstellt am 05. Oktober 2011, 17:22

ÖH kritisiert "Herbst der Verschlechterungen". Auf den "Herbst der Verschlechterungen" für die Studenten hat die Österreichische HochschülerInnenschaft bei einer Aktion am Donnerstag vor der Uni Wien aufmerksam gemacht. Den Studierenden blase ein "kühler Wind ins Gesicht", der sich durch die Kürzungen der Familienbeihilfe und der Förderung der Studentenheime sowie dem Wegfall des Zuschusses zur Selbstversicherung bemerkbar mache..

Auf den "Herbst der Verschlechterungen" für die Studenten hat die Österreichische HochschülerInnenschaft bei einer Aktion am Donnerstag vor der Uni Wien aufmerksam gemacht. Den Studierenden blase ein "kühler Wind ins Gesicht", der sich durch die Kürzungen der Familienbeihilfe und der Förderung der Studentenheime sowie dem Wegfall des Zuschusses zur Selbstversicherung bemerkbar mache..

"Rund 65 Prozent der Studierenden leben unter der Armutsgrenze", so Angelika Gruber vom ÖH-Vorsitzteam. Diese Situation wird sich durch die Senkung des Anspruchsalters für die Familienbeihilfe noch weiter verschärfen. Derzeit seien rund 27.000 Studierende von der seit Juli geltenden Neuregelung betroffen. Auch andere an die Familienbeihilfe gekoppelte Sozialleistungen, wie etwa in Wien und Graz das Ticket für die öffentlichen Verkehrsmittel, würden dadurch wegfallen. Kritisiert wird von der ÖH auch die Kürzung der Förderung für Studentenheime durch das Wissenschaftsministerium, das hier bis 2013 fünf Millionen Euro einspare. Das Ministerium habe auch den Zuschuss zur studentischen Selbstversicherung gestrichen.

Die Studentenvertreter befürchten, dass die Erwerbstätigkeit der Studierenden noch weiter steigen wird. Derzeit würden schon rund 60 Prozent der Studenten mehr als 20 Stunden pro Woche arbeiten. "Die Lage ist ernst. Studierende werden in prekäre Verhältnisse gedrängt und ihre Lebensrealität einfach von Minister Töchterle und Ministerin Fekter verkannt", kritisieren die Studentenvertreter und fordern von Wissenschaftsminister Töchterle und Finanzministerin Fekter einen Ausbau des Beihilfen- und Stipendiensystems sowie ein Bekenntnis zu einer zukunftsgerichteten Bildungspolitik.