Erstellt am 31. Dezember 2011, 12:06

ÖH und Grüne gegen Numerus-Clausus-Vorschlag. Die Österreichischen HochschülerInnenschaft wendet sich dagegen, Maturanoten als Entscheidungskriterium beim Zugang zu Studien heranzuziehen.

Auf eine entsprechende Überlegung von Wissenschaftsminister Töchterle reagierte man am Samstag "empört". Auch die Grünen reagierten entrüstet. Wissenschaftssprecher Grünewald sprach von einer "zunehmenden Radikalität" des ÖVP-Ministers.

Die Mehrheit der Experten betrachte eine derartige Regelung als unbefriedigend und nicht ausreichend treffsicher, so Grünewald. Die ÖH erklärte, bei einer solchen Barriere gehe es um die Durchschnittsnote von verschiedensten Fächern. Niemals habe diese eine Aussagekraft über die Befähigung von Schülern für den angestrebten Studiengang.

Töchterle hatte in der "Tiroler Tageszeitung" dafür plädiert, den Uni-Zugang (wie in Deutschland) auch über die Qualität der Maturanoten zu regeln. Der Ressortchef erklärte, dass künftig ein Studium beispielsweise an der Wiener Wirtschaftsuniversität nicht mehr für jeden möglich sein sollte: "Mein Wunsch wäre es, dass hier auch die Qualität des Maturazeugnisses als ein Kriterium herangezogen wird."