Erstellt am 03. November 2016, 11:32

von APA Red

37 Prozent sehen Spaltung im Land. Insgesamt 37 Prozent der Österreicher meinen, dass das Land politisch gespalten ist. Das hat das Linzer Meinungsforschungsinstitut IMAS in einer repräsentativen Umfrage herausgefunden.

Vor allem die Zuwanderung ist ausschlaggeben  |  APA

Dem stehen 32 Prozent gegenüber, die das "eher nicht" so sehen, und weitere acht Prozent, für die das "überhaupt nicht" zutrifft. Für die Umfrage wurden im August und September 1.031 Personen ab 16 Jahre befragt.

Von einer Spaltung Österreichs war im Zusammenhang mit dem Ausgang der Bundespräsidentenstichwahlen immer wieder die Rede. Von einem ganz eindeutigen Befund in diese Richtung wollen die Meinungsforscher aufgrund des nunmehrigen Umfrageergebnisses aber doch nicht sprechen. Denn 19 Prozent sind laut Umfrageergebnis "voll und ganz" von einer Spaltung des Landes überzeugt, weitere 18 "einigermaßen".

Stärkste Bruchlinie ist Zuwanderung

Dem stehen 32 Prozent gegenüber, die das "eher nicht" so sehen, und weitere acht Prozent, für die das "überhaupt nicht" zutrifft. Bei Menschen mit höherer Bildung und FPÖ- sowie Grün-Sympathisanten ist aber der Eindruck einer gespaltenen Nation überdurchschnittlich stark.

IMAS fragte jene 37 Prozent, die von einer Spaltung des Landes sprechen, in welchen Themenbereichen sie diese besonders stark spüren. Als stärkste Bruchlinie stellte sich dabei die Zuwanderung inklusive Flüchtlingskrise und Integration heraus. 69 Prozent antworteten dementsprechend.

Als wesentlich weniger bedeutend werden politische Gesinnung (zwölf Prozent Nennungen), die EU sowie der Bereich Budget-, Finanzpolitik/Staatsverschuldung/Verschwendung von Steuergeldern (jeweils zehn Prozent) angesehen. Die Bundespräsidentenwahl ist für acht Prozent ein Spaltpilz, Religion/Islam für sechs Prozent. Ausländerkriminalität, Umweltschutz, der Umgang mit Digitalisierung und die Wissenschaft sorgen hingegen in den Augen der Befragten kaum für Spannungen im Lande.