Erstellt am 24. Mai 2011, 13:04

Österreich bei Lebensqualität im guten Mittelfeld. Im guten Mittelfeld ist Österreich beim sogenannten "Better Life Index" der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) gelandet.

Im guten Mittelfeld ist Österreich beim sogenannten "Better Life Index" der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) gelandet. Die Studie, welche die Lebenssituation in den 34 Mitgliedstaaten vergleicht, wurde am Dienstag in Paris präsentiert. Österreich landete dabei am 14. Platz. Am lebenswertesten ist demnach Australien gefolgt von Kanada.

Bei der Untersuchung werden elf bestimmende Faktoren des Lebens herangezogen und verglichen. Dabei geht es unter anderem um Komponenten wie Arbeitsplätze, Sicherheit, Wohnsituation, Einkommen, Umwelt, Bildung, Gesundheit und Lebenszufriedenheit. "Geld ist nicht alles", so die Studienautoren der OECD. Neben wirtschaftlichen und sozialen Faktoren werden also auch weitere Elemente der Lebensqualität - jenseits der Entwicklung des Bruttosozialprodukts - gemessen und verglichen.

So gab es etwa beim Punkt Einkommen den zehnten Platz, wobei die Bürger beim verfügbaren Haushaltseinkommen (2009) mit durchschnittlich 27.670 Dollar (19.736 Euro) um rund 5.000 Dollar mehr als der Durchschnitt der OECD-Länder zur Verfügung haben. Das höchste Einkommen erzielen mit Abstand die Luxemburger vor den US-Amerikanern und den Schweizern.

Bei den Jobs stellte die OECD fest, dass beinahe 72 Prozent der 15- bis 64-jährigen Österreicher einen bezahlten Arbeitsplatz haben. Das bedeutete Platz neun in der OECD. Spitzenreiter war hier Norwegen knapp vor Island und der Schweiz.

Durchwachsen die Bilanz in der Bildung: Hier fand sich Österreich im unteren Drittel wieder. Zwar bescheinigte die OECD den Bewohnern, dass 81 Prozent der 25- bis 64-Jährigen einen Schulabschluss äquivalent zu einem High-School-Abschluss besitzen. Die Organisation wies aber auch auf das schwache Abschneiden bei den Pisa-Tests hin. Und das sei ein besserer Indikator für wirtschaftliches und soziales Wohlbefinden als die Zahl der in der Schule verbrachten Jahre.

Wenig Ermutigendes brachte auch das Kapitel Umwelt: Auch hier landete Österreich im unteren Drittel. Vor allem die Feinstaubbelastung kritisierte die OECD. Am fünften Platz landete Österreich beim Thema Sicherheit. Die Mordrate liegt bei 0,5, das bedeutet, dass pro 200.000 Einwohner ein Mord begangen wird. Das sei eine der niedrigsten Raten in der OECD.

Bei der Lebenszufriedenheit liegen die Österreicher übrigens auf dem elften Platz. Am zufriedensten sind die Dänen vor den Kanadiern und den Norwegern.