Erstellt am 21. März 2013, 14:00

Österreich erhöhte Bildungsausgaben. In Österreich sind die Bildungsausgaben seit 2010 gestiegen, während die Bildungshaushalte in vielen EU-Staaten im Zuge der Krise unter Druck gerieten.

Wie die EU-Kommission am Donnerstag mitteilte, erhöhten auch Dänemark, Luxemburg, Malta und Schweden sowie die deutschsprachige Gemeinschaft Belgiens ihre Bildungsausgaben seit 2010 um mehr als ein Prozent.

Einschnitte von mehr als fünf Prozent gab es in Griechenland, Ungarn, Italien, Litauen und Portugal. In Estland, Polen, Spanien und Schottland belief sich der Rückgang auf bis zu fünf Prozent. Laut dem Bericht, der vom Informationsnetz zum Bildungswesen in Europa "Eurydice" erstellt wurde und Bildungsausgaben von der Vorschule bis zur Hochschule erfasst, waren davon vor allem jene Länder betroffen, die in der Krise generell mit Budgetdefiziten zu kämpfen hatten. In den anderen EU-Staaten schwankten die Bildungsausgaben 2011 und 2012, oder sie blieben stabil.

Die Einsparungen sind zu einem Großteil auf die Personalausgaben zurückzuführen, die nach Angaben der EU-Kommission mehr als 70 Prozent der Bildungshaushalte ausmachen. In elf Ländern - Bulgarien, Estland, Griechenland, Irland, Italien, Kroatien, Lettland, Litauen, Portugal, Spanien und Ungarn - wurden die Gehälter und Zulagen für Lehrkräfte eingefroren. In Österreich seien die Gehälter nur an die Lebenskosten angepasst worden.

Laut der Studie soll die Einsparungspolitik in mehreren Ländern fortgeführt werden. So habe Zypern Kürzungen der Bildungsausgaben um mindestens drei Prozent angekündigt, in Portugal sollen es 3,5 Prozent sein. In Wales sollen die Bildungsausgaben 2015 im Vergleich zu 2010 halbiert werden.