Erstellt am 11. April 2013, 13:35

Österreich hinkt bei Jungakademikern hinterher. In den 27 EU-Staaten verfügen mittlerweile im Schnitt 35,8 Prozent der 30- bis 34-Jährigen über einen akademischen Abschluss (2010: 33,5).

Damit näherte sich die Union 2012 dem Ziel der EU-Strategie, wonach bis 2020 mindestens 40 Prozent dieser Altersgruppe einen tertiären Bildungsabschluss vorweisen sollen. Österreich landet bei dieser Auswertung von Eurostat bei 26,3 Prozent (2010: 23,5).

Die meisten Jungakademiker gab es in Irland (51,1 Prozent), Zypern (49,9), Luxemburg (49,6) und Litauen (48,7). Die geringsten Anteile an 30- bis 34-Jährigen mit tertiärem Abschluss verzeichnet Italien (21,7), Rumänien (21,8) und Malta (22,4). Dabei haben im Schnitt Frauen mit Akademikertitel schon jetzt das 40-Prozent-Ziel erreicht, unter den Männern liegt der Anteil bei 31,6 Prozent.

Avancierte berufsbildende Abschlüsse wie Meister, Werkmeister, oder eine Matura an einer berufsbildenden höheren Schule (BHS) werden in der Jungakademiker-Quote nicht berücksichtigt. In Deutschland, wo die berufsbildende Bildung einen ähnlichen Stellenwert wie in Österreich hat, haben 31,9 Prozent der 30- bis 34-Jährigen tertiären Bildungsgrad.