Erstellt am 24. Juni 2011, 14:53

Österreich ist Land der "Teilzeitstudenten". In Österreich ist der Anteil an "Teilzeitstudenten", die im Schnitt weniger als 21 Stunden pro Woche ihrem Studium widmen, für europäische Verhältnisse sehr hoch.

In Österreich ist der Anteil an "Teilzeitstudenten", die im Schnitt weniger als 21 Stunden pro Woche ihrem Studium widmen, für europäische Verhältnisse sehr hoch. 32 Prozent aller Studenten gehören dieser Gruppe an, nur in der Slowakei sind es mit 35 Prozent noch mehr, wie eine aktuelle EU-Erhebung für die Jahre 2008 bis 2011 zeigt.

In Deutschland sind nur 13 Prozent Teilzeitstudenten, in der Schweiz 18 Prozent. Über alle 23 untersuchten Staaten liegt der Anteil im Durchschnitt bei 19 Prozent. Dabei widmen sich europaweit nicht nur ältere Studenten weniger intensiv der Hochschule. In Österreich ist etwa nur ein Drittel der "Teilzeitstudenten"über 30 Jahre alt, der Rest liegt darunter.

Besonders hoch ist in Österreich mit 13 Prozent der Anteil derer, die nur bis zu zehn Wochenstunden zum Studieren kommen. Nur in Norwegen oder Finnland ist er annähernd so hoch. Gut jeder fünfte österreichische Studenten beschäftigt sich elf bis 20 Stunden pro Woche mit dem Studium, jeder vierte zwischen 21 und 30 Stunden. Nur 44 Prozent sind echte Vollzeitstudenten mit mehr als 30 Wochenstunden, wobei Österreich auch hier aus der Menge hervorsticht. Nur in der Slowakei (31 Prozent), Litauen (40 Prozent), Lettland (43) gibt es weniger Vollzeitstudenten.

Überdurchschnittlich hoch ist auch der Anteil des selbst verdienten Geldes am Gesamtbudget der Studenten in Österreich mit rund 50 Prozent. Der Staat steuert - allerdings exklusive Kinderbeihilfe - nur neun Prozent des Monatseinkommens bei, 30 Prozent kommen von Eltern oder Partnern, der Rest auch anderen Quellen. Weniger staatliche Mittel haben Studenten nur in Osteuropa bzw. der Schweiz zur Verfügung.