Erstellt am 03. Dezember 2013, 08:28

Österreich laut Transparency immer korrupter. Österreich wird in der Geschäftswelt immer mehr als korruptes Land wahrgenommen. Dies zeigt der veröffentlichte "Korruptionswahrnehmungsindex" (CPI) von Transparency International. Demnach verschlechterte sich Österreich in zwei Jahren von Platz 16 auf 26.

Das korrupteste EU-Land Griechenland konnte hingegen Boden gutmachen. Weltweit am saubersten sind Dänemark und Neuseeland. Transparency International erhebt alljährlich anhand von Analysen durch Unternehmensberatungen, NGOs und Stiftungen sowie Umfragen unter Managern, wie korrupt der öffentliche Sektor eines Staates wahrgenommen wird. Die Staaten werden auf einer Skala von 0 (umfassende Korruption) bis 100 (keine Korruption) verortet.

Dänemark und Neuseeland am "saubersten"
Am "saubersten" in der globalen Liste von 177 Staaten sind Dänemark und Neuseeland (je 91 Punkte), Schlusslichter sind Somalia, Nordkorea und Afghanistan mit je acht Punkten. Österreich kommt im diesjährigen CPI-Index auf 69 Punkte. Dies ist der gleiche Wert wie im Vorjahr, bedeutet aber eine Verschlechterung um einen Platz, weil Irland die Alpenrepublik überholte.

Kritik am Lobbying-Gesetz
TI-Österreich-Vorsitzende Eva Geiblinger sagte im Ö1-"Morgenjournal", das Studienergebnis "gibt Anlass zur Sorge". "Es bedeutet eine nachhaltige Verschlechterung der Reputation Österreichs in der internationalen Geschäftswelt", sagte sie. Österreich liege nämlich nur noch im Durchschnitt der EU-28, lediglich die mediterranen Mitgliedsstaaten sowie die neuen EU-Staaten Mittelosteuropas liegen schlechter als Österreich. Geiblinger kritisierte unter anderem das Lobbying-Gesetz, das "zu verwaschen" sei und bekräftigte die Forderung, Staatsanwälte weisungsfrei zu stellen..

In der Spitzengruppe mit mindestens 80 Punkten liegen neben den skandinavischen Staaten auch Singapur, die Schweiz, Australien und Kanada. Diese Länder zeigten, wie "Transparenz Verantwortung fördert und Korruption stoppen kann", erklärte TI-Vorsitzende Huguette Labelle.