Erstellt am 27. März 2013, 13:43

Österreich schneidet in EU-Justizindex gut ab. Österreich liegt bei dem von der EU-Kommission erstmals vorgelegten Justizindex im Punkt Verfahrensdauer unter den Schnellsten in der Europäischen Union.

Beim Punkt "Notwendige Zeit um Nicht-Strafrechtsangelegenheiten" zu lösen, rangiert Österreich hinter Dänemark, Litauen und Polen auf Rang vier. Schlusslicht ist Portugal, wobei von drei Staaten - Belgien, Irland und Großbritannien - keine Daten.

Bei der Verfahrensdauer zur Lösung "strittiger Zivil- und Handelsrechtssachen" ist Österreich sogar am drittschnellsten. Hier liegt Litauen auf Platz eins vor Tschechien. Schlusslicht ist Malta. In dieser Rubrik gibt es fünf Länder ohne Daten - Belgien, Bulgarien, Großbritannien, Irland und Niederlande.

Bei der Anzahl der Anwälte - bezogen auf einen Anwalt je 100.000 Einwohner - befindet sich Österreich nur auf Platz 19. An der Spitze liegt Luxemburg vor Griechenland und Italien. Schlusslichter sind Großbritannien, Finnland und Litauen.

Der Anteil der Richter - ebenfalls bezogen auf je 100.000 Einwohner - ist in Slowenien am größten, vor Tschechien und der Slowakei. Österreich befindet sich hier auf Rang 10. Schlusslicht ist Malta. Keine Daten lagen von Belgien, Großbritannien und Irland vor.

Bezogen auf das Budget für die Gerichtsbarkeit - bezogen auf die Einwohnerzahl des Landes - ist Luxemburg Spitzenreiter vor Deutschland, Spanien, Slowenien und Österreich. Am Ende befinden sich Bulgarien, Litauen und Rumänien. Keine Daten gab es von Belgien, Irland und Großbritannien.

Bei der Wahrnehmung der Unabhängigkeit der Justiz im eigenen Land rangiert Österreich auf Rang elf. Am besten schneidet bei dem von EU-Justizkommissarin Viviane Reding präsentierten "Scoreboard" Finnland ab, Schlusslicht ist die Slowakei.