Erstellt am 24. Juni 2011, 13:34

Österreich verringerte Beamtenzahl massiv. Österreich hat in den vergangenen Jahren seinen Beamtenstand im Vergleich mit den OECD-Ländern am stärksten verkleinert. Das geht aus einem am Freitag publizierten OECD-Bericht hervor. Gesamt betrachtet zeige sich, dass es nicht um "mehr oder weniger Staat" geht, sondern darum, ob die Verwaltung effizient arbeitet, hieß es in einer Presseaussendung.

Österreich hat in den vergangenen Jahren seinen Beamtenstand im Vergleich mit den OECD-Ländern am stärksten verkleinert. Das geht aus einem am Freitag publizierten OECD-Bericht hervor. Gesamt betrachtet zeige sich, dass es nicht um "mehr oder weniger Staat" geht, sondern darum, ob die Verwaltung effizient arbeitet, hieß es in einer Presseaussendung.

Im OECD-Durchschnitt sind 15 Prozent der Erwerbstätigen in der öffentlichen Verwaltung beschäftigt, im Jahr 2000 lag dieser Wert bei 15,2 Prozent. In Deutschland schrumpfte der Anteil der Staatsbediensteten zwischen Anfang des Jahrzehnts und 2008 von 11,1 auf 9,5 Prozent. Österreich verringerte seinen Beamtenstand am stärksten, nämlich um 2,1 Prozentpunkte auf 11,4 Prozent.

In der Schweiz blieb die Beamtenquote mit knapp zehn Prozent im Vergleichszeitraum recht stabil. Eine Beamtenquote von nahezu einem Drittel haben die Länder Norwegen (29,3 Prozent), Dänemark (28,7 Prozent) und Schweden mit 26,2 Prozent. Sehr niedrig ist der Anteil etwa in Japan (6,7 Prozent). Einen ähnlichen Wert wie Österreich weist die Türkei mit 11,0 Prozent (2000: 9,4 Prozent) auf.

Beamtenministerin Gabriele Heinisch-Hosek (S) ist überzeugt, die österreichische Verwaltung arbeite "sparsam und effizient". Bei der Größe des öffentlichen Sektors liege man klar unter dem OECD-Schnitt und auch, dass nur 50 Prozent der Pensionierungen nachbesetzt werden, sei "die richtige Entscheidung" gewesen, hieß es am Freitag gegenüber der APA. Untersucht wurde von der OECD auch der Altersdurchschnitt der im öffentlichen Sektor Beschäftigten. Demnach sind in Österreich 32,5 Prozent 50 Jahre alt oder älter, in Deutschland sind es 42,2 Prozent. Die ältesten Beamten sitzen in Italien, wo fast die Hälfte über 50 Jahre alt ist (49,2 Prozent).