Erstellt am 15. Oktober 2013, 15:04

Österreich würde Inspektoren nach Syrien schicken. Die Regierung ist nun doch bereit, Experten zur Vernichtung von Chemiewaffen nach Syrien zu schicken.

 "Wenn Österreich gefragt wird, werden wir Ja sagen", bekundete Vizekanzler und Außenminister Spindelegger am Dienstag nach dem Ministerrat. Es gebe ab dem kommenden Jahr die "Bereitschaft, sich mit unseren Experten zu beteiligen". 

UNO-Generalsekretär Ban Ki-moon hatte die Mitgliedsstaaten der Vereinten Nationen um die Entsendung von Fachkräften für die bis Juni 2014 laufenden Mission von UNO und der Anti-C-Waffen-Organisation OPCW zur Vernichtung des syrischen Chemiewaffen-Arsenals. Vor der Nationalratswahl am 29. September gab es allerdings Koalitionsstreitigkeiten darum. Verteidigungsminister Klug bot im September in einem Brief die Entsendung 20 österreichischer Experten unter UNO-Mandat an. Die ÖVP kritisierte daraufhin das an die USA gerichtete Angebot als Verletzung der Neutralität. Zuletzt hieß es aus den Ministerien, man prüfe die Möglichkeiten zu Hilfe, dies könne die finanzielle Unterstützung der Mission oder die Entsendung von Experten bedeuten.