Erstellt am 28. Februar 2013, 08:45

Österreicher erwarten von Parteien Sparsamkeit. Die meisten Österreicher (63 Prozent) erwarten von einer politischen Partei, der sie ihre Stimme geben, vor allem sparsames Umgehen mit Steuermitteln.

Zwei Prozentpunkte dahinter lag soziales Verständnis und das Tätigwerden für den kleinen Mann in der Wählergunst, ergab eine IMAS-Umfrage. EU-Themen (18 Prozent) und Ausländer-Integration (21 Prozent) sind der Bevölkerung am wenigsten wichtig.

Je 60 Prozent der Befragten wünschen von "ihrer" Partei, dass sie sich für die Sicherung des Gesundheitssystems sowie eine gesicherte Altersversorgung stark macht, politisch sauber und moralisch unanfechtbar ist. Förderung von Familien (59 Prozent) sowie die Schaffung und Erhaltung von Arbeitsplätzen (58 Prozent) sind den Österreichern ebenfalls wichtig. Für je 55 Prozent zählen Maßnahmen gegen die Teuerung, eine gerechte Steuerpolitik und die Bekämpfung der Kriminalität.

Über die Hälfte setzen für ein Kreuz am Stimmzettel voraus, dass die Partei ein weiteres Auseinanderdriften der sozialen Unterschiede verhindert und viel von der Wirtschaft versteht. Eintreten für Bildung und ein modernes Schulwesen sind 50 Prozent der Befragten wichtig. 49 Prozent erwarten, dass ihre Vertretung im Parlament viel für den Mittelstand tut, 48 Prozent, dass sie die Interessen Österreichs in der EU hart verteidigt. Umweltschutz und der Kampf gegen den Klimawandel sowie für erneuerbare und sichere Energie sind für rund 40 Prozent ein Wahlkriterium.

Weniger als ein Fünftel wünschen sich von einer Partei, "dass sie viel für die Vereinigung Europas, also für die EU tut". Für 21 Prozent ist es entscheidend, dass sie sich für Integration und gegen Fremdenfeindlichkeit einsetzt. Dem gegenüber stehen 30 Prozent, die eine Organisation bevorzugen, die sich gegen Zuwanderung nach Österreich ausspricht. Für die Umfrage wurden 1.004 Österreicher, statistisch repräsentativ für die Bevölkerung ab 16 Jahren, persönlich interviewt.