Erstellt am 13. August 2011, 12:50

Österreicher fordern strenge Matura. Fast zwei Drittel der Österreicher sind für eine strenge Matura, besagt eine IMAS-Umfrage im Auftrag der "Bildungsplattform Leistung & Vielfalt". Unter den 1.000 Befragten sprachen sich 62 Prozent dafür aus, dass bei der Reifeprüfung "hohe Anforderungen gestellt werden sollen, damit nur die wirklich guten Schüler die Matura erlangen". Zwölf Prozent plädierten hingegen für geringere Anforderungen.

Fast zwei Drittel der Österreicher sind für eine strenge Matura, besagt eine IMAS-Umfrage im Auftrag der "Bildungsplattform Leistung & Vielfalt". Unter den 1.000 Befragten sprachen sich 62 Prozent dafür aus, dass bei der Reifeprüfung "hohe Anforderungen gestellt werden sollen, damit nur die wirklich guten Schüler die Matura erlangen". Zwölf Prozent plädierten hingegen für geringere Anforderungen.

Der Vorsitzende der Plattform und langjährige Direktor der Sir-Karl-Popper-Schule am Wiedner Gymnasium, Günter Schmid, sieht in den Ergebnissen "eine klare Absage an all jene Politiker, die mit populistischen Scheinargumenten das Niveau der Schulen senken wollen oder gar von einer Matura für alle reden".

In der Umfrage wurde auch erhoben, wie die Befragten zu Klassen mit einem hohen Anteil an "ausländischen Kindern" stehen. Laut der Befragung sehen dies 42 Prozent als Nachteil, 38 Prozent machen ihr Urteil von den Sprachkenntnissen der Mitschüler mit Migrationshintergrund abhängig. Österreichweit sehen es zwölf Prozent generell als Vorteil, wenn viele Klassenkameraden Migrationshintergrund haben.

Die "Bildungsplattform Leistung & Vielfalt" wurde im Juni von eine Gruppe von Gesamtschulgegnern als Gegenbewegung zum geplanten Bildungsvolksbegehren gegründet. In einem Kommentar warnt Schmid in Anspielung auf die aktuellen Unruhen in Großbritannien davor, dass die Einführung einer Gesamtschule zur "englischen Verhältnissen" in Österreich führen könnte. Dort habe in den vergangenen 20 Jahren durch die Umstellung der Gymnasien in Gesamtschulen zu einem Ansturm auf die Privatschulen geführt, während die Aufstiegs- und Bildungschancen für Kinder aus bildungsfernen Familien sich dadurch nicht verbessert hätten.