Erstellt am 17. November 2011, 09:30

Österreicher wünschen sich mehr direkte Demokratie. Ein Großteil der Österreicher wünscht sich mehr direkte Demokratie. 79 Prozent sind der Meinung, dass mehr Volksbefragungen dem Land guttun würden.

 69 glauben, dass sich die Qualität der österreichischen Politik dadurch verbessern würde, ergab eine Umfrage des Linzer Marktforschungsinstituts market.

14 Prozent der Österreicher hingegen meinen, dass Politiker allein entscheiden sollten, weil sie den besseren Überblick haben. Bei den besser Gebildeten und den Über-50-Jährigen halten überdurchschnittlich viele - 23 und 18 Prozent - nichts von mehr Mitbestimmung der Bevölkerung. Auch 25 Prozent der Befürworter eines EU-Rettungsschirms sind dieser Meinung, während 92 Prozent der Gegner der europäischen Hilfsmaßnahme sich für mehr Mitbestimmung aussprachen.

Wenig Hoffnung in die direkte Demokratie als Qualitätsschub für die heimische Politik haben die jüngsten Befragten. In der Gruppe der 16- bis 25-Jährigen glauben nur 54 Prozent, dass mehr Mitbestimmung die Qualität heben würde. 18 Prozent meinen, sie würde "sicher nicht verbessert". Bei den Älteren sahen jeweils über 70 Prozent eine Verbesserung. Für die Studie wurden 606 Personen repräsentativ für die österreichische Bevölkerung ab 16 Jahren am 19. und 20. Oktober online befragt.

Dass durch mehr direkte Demokratie das Interesse an der Politik steigen würde, denken 65 Prozent der Österreicher. 29 Prozent sehen dadurch keine Änderung. 56 Prozent der Befragten glauben, dass die direkte Demokratie in der Schweiz die politischen Ergebnisse verbessert. 29 Prozent nehmen an, dass sich nichts oder nur wenig ändert. Für ein gutes Vorbild in Sachen Mitbestimmung halten 58 Prozent die Schweiz, 22 Prozent sehen das nicht so.