Erstellt am 15. Mai 2013, 11:39

Österreicher zufrieden mit Gesundheitswesen. Die österreichische Bevölkerung ist nach ihrem subjektiven Befinden zu 88 Prozent "sehr" oder "eher zufrieden" mit der Gesundheitsversorgung. Dieser Anteil hat allerdings seit April 2011 um fünf Prozentpunkte abgenommen.

Die größte Sorge gilt offenbar möglichen Arzneimittelfälschungen, viel weniger der Finanzierung des Gesundheitswesens. Dies geht aus dem aktuellen "Gesundheitsbarometer" hervor.

Präsentiert wurde das "Gesundheitsbarometer"am Mittwoch von Gesundheitsminister Alois Stöger und Meinungsforscher Peter Filzmaier in Wien. Die Umfragen mit jeweils mindestens 1.000 Interviews werden laut Filzmaier regelmäßig seit 2009 durchgeführt. "In Summe haben wir eine hohe Zufriedenheit mit jeweils zwischen 80 und 90 Prozent", führte er aus. "Vertrauen ist im Gesundheitswesen ein zentraler Wert. Wir haben aber die Tendenz, dass der Anteil der sehr Zufriedenen eher rückläufig ist." Budget- und Spardebatten wirkten sich hier jeweils sehr schnell aus.

"Es wird deutlich: Das Gesundheitswesen ist für alle sehr wichtig", schließt Stöger aus den Ergebnissen. "Verunsicherung im Gesundheitsbereich ist problematisch." Im Gegensatz zu vielen anderen Ländern, die Einsparungen durchführten, investiere Österreich in das Gesundheitswesen, betonte der Minister und verwies auf Schuldenabbau bei den Krankenkassen. Zudem werde die unlängst beschlossene Gesundheitsreform "dazu führen, dass der Patient im Mittelpunkt steht".

38 Prozent der Österreicher sind laut "Gesundheitsbarometer" sehr zufrieden mit dem Gesundheitswesen, 45 Prozent eher zufrieden, 13 Prozent weniger zufrieden, drei Prozent gar nicht zufrieden (April 2011: 49; 39; acht und drei Prozent). 57 Prozent der Menschen, die sich dazu eine Meinung gebildet haben, sind für die elektronische Gesundheitsakte (ELGA), allerdings fühlen sich 34 Prozent zu wenig informiert.