Erstellt am 25. Mai 2014, 06:33

von APA/Red

Österreicher zur EU-Wahl aufgerufen. Mehr als 6,4 Millionen wahlberechtigte Österreicher sind am heutigen Sonntag zur Stimmabgabe bei der EU-Wahl aufgerufen.

Die ersten der rund 9.000 Wahllokale haben um 6.00 Uhr geöffnet, die meisten sperren zwischen 7.00 und 8.00 Uhr auf. Die letzten Wahllokale schließen um 17.00 Uhr, ab dann werden erste Hochrechnungen veröffentlicht. Das vorläufige Endergebnis wird erst um 23.00 Uhr bekannt gegeben, aber schon gegen 20.00 Uhr wird ein "inoffizielles" Endergebnis veröffentlicht. Der Grund für die späte Verkündigung des österreichischen vorläufigen Endergebnisses liegt am späten Wahlschluss in Italien: Im südlichen Nachbarland kann bis 23.00 Uhr abgestimmt werden - und die Gesamtergebnisse dürfen in keinem EU-Staat verraten werden, solange irgendwo noch gewählt werden kann.

Bis 17.00 Uhr kann man in Österreich wählen, allerdings haben - wie üblich - nur die Wiener und Innsbrucker so lange Zeit. Alle anderen Wahllokale machen schon früher zu. Die traditionell weitaus kürzestes Wahlzeit hat Vorarlberg: Dort schließen die Wahllokale spätestens um 13.00 Uhr. Insgesamt sind mehr als 6,4 Mio. Wahlberechtigte zu den Urnen gerufen.

Sehr frühe Öffnungszeiten werden immer seltener; die früheren Wahlkarten-Wahllokale, die Reisenden eine Stimmabgabe ab Mitternacht ermöglichten, gibt es - in Zeiten der Briefwahl - nicht mehr. Die frühe Öffnungszeit von 6.00 Uhr wird nur mehr in zwei niederösterreichischen Gemeinden (Euratsfeld und Wiener Neustadt) und im Tiroler Rinn angeboten. Einige wenige Wahllokale sperren um 6.30 Uhr auf, die meisten um 7.00 oder 8.00 Uhr.

In 28 Mitgliedstaaten 400 Millionen Menschen wahlberechtigt

Am längsten Zeit haben die Wiener: Alle 1.571 Wahllokale haben von 7.00 bis 17.00 Uhr offen. Die Innsbrucker können von 8.00 bis 17.00 Uhr wählen. In den anderen Landeshauptstädten ist um 16.00 Uhr Wahlschluss - abgesehen von Bregenz: Dort ist nur von 7.30 bis 13.00 Uhr offen. Die Öffnungszeiten aller Wahllokale Österreichs findet man (wie auch viele andere Informationen) auf der Homepage des Innenministeriums unter .

Wie die Wahl in Österreich genau ausging, steht am Montag fest, wenn auch die Briefwahl und die in fremden Wahlkreisen abgegebenen Wahlkarten ausgezählt sind. Bei der letzten EU-Wahl vom 7. Juni 2009 kam die ÖVP mit 29,98 Prozent auf Platz eins - vor der SPÖ mit 23,74 Prozent. Die FPÖ erreichte 12,71, die Grünen 9,93 Prozent. Das BZÖ zog mit 4,58 Prozent nach dem Inkrafttreten des Lissabon-Vertrags 2011 doch noch in das EU-Parlament ein. Die heuer nicht mehr kandidierende Liste von Hans-Peter Martin erreichte 2009 17,67 Prozent. Noch nicht angetreten waren damals die vor der letzten Nationalratswahl neu gegründeten NEOS. Ihr Glück versuchen heuer auch das neu gegründete Wahlbündnis Europa Anders und die Listen REKOS von Ewald Stadler und EU-Stopp.

Auch in 20 weiteren EU-Ländern sind die Bürger dazu aufgerufen, ihre Abgeordneten für das neue Parlament in Straßburg zu bestimmen. Mit Spannung wird das Abschneiden rechtsextremer, populistischer und euroskeptischer Parteien erwartet. Die Europawahl hatte am Donnerstag in Großbritannien und den Niederlanden begonnen, am Freitag kamen Irland und Tschechien hinzu. Am Samstag ging die Abstimmung in der Slowakei, in Lettland und Malta weiter, auch in den französischen Überseegebieten wurde gewählt. Insgesamt sind in den 28 Mitgliedstaaten rund 400 Millionen Menschen wahlberechtigt. Das neue Europaparlament in Straßburg wird 751 Abgeordnete haben.