Erstellt am 25. Juni 2013, 11:38

Österreichs Lehrer verdienen im OECD-Vergleich gut. Im Streit um eine höhere Unterrichtsverpflichtung hat die Regierung am Dienstag indirekt Verstärkung durch die OECD erhalten.

Laut jüngster Studie unterrichten Österreichs Lehrer im internationalen Vergleich weniger, sie müssen sich dabei um weniger Schüler kümmern und verdienen zu jedem Zeitpunkt ihrer Karriere besser als ihre Kollegen in anderen Industrienationen. Im Vergleich zum OECD-Schnitt müssen Österreichs Pädagogen laut Studie "Bildung auf einen Blick 2013" (Education at a Glance) derzeit wenig unterrichten: In der Volksschule ist der Unterschied mit elf Stunden pro Jahr noch gering (Ö: 779, OECD: 790), im Sekundarbereich I beträgt er indes 102 Stunden pro Jahr (Ö: 607, OECD: 709) und im Sekundarbereich II (AHS-Oberstufe, BMHS) 75 Stunden. Die Zahl der Arbeitstage liegt mit 180 ebenfalls unter dem OECD-Schnitt (185 in Primar- und Sekundarstufe I, 183 in AHS und BMHS).

Beim Einkommen sind Pädagogen in Österreich zu jedem Zeitpunkt ihrer Karriere und in allen Schultypen bessergestellt als im OECD-Schnitt. Lagen 2011 bei Volksschullehrern schon das Einstiegsgehalt (31.500 US-Dollar, kaufkraftbereinigt) und das Gehalt nach 15 Jahren (41.633 Dollar) über dem OECD-Schnitt (Einstieg: 28.900, nach 15 Jahren: 38.136) ), ist der Einkommensvorsprung beim Höchstgehalt mit rund 62.100 noch wesentlich größer (OECD: 45.600). Ähnlich verhält es sich in der Sekundarstufe I (rund 33.000 Startgehalt, 45.105 nach 15 Jahren, rund 64.500 Endgehalt; OECD: 30.200 Startgehalt, 39.934 nach 15 Jahren bzw. 48.200 Endgehalt) und der Sekundarstufe II (Ö: 33.400, 46.317 bzw. 67.400; OECD: 31.300, 41.665 bzw. 50.100).