Erstellt am 29. September 2012, 15:44

ÖVP beharrt auf Religions- statt Ethikunterricht. Die Chancen, dass sich die Regierung auf ein Modell für einen Ethikunterricht an Schulen einigen könnte, sind weiterhin verschwindend gering.

Denn während Unterrichtsministerin Schmied, die bis Jahresende entsprechende Konzepte vorlegen will, für eine verpflichtenden Ethikunterricht für alle Schüler ist, schwebt der ÖVP ein solcher nur als Ersatz für den konfessionellen Religionsunterricht vor. Und diese Position hat die Volkspartei in Person ihres Integrationsstaatssekretärs Sebastian Kurz nun auch in ein Positionspapier gegossen, schreibt die "Presse" (Sonntag-Ausgabe) laut Vorabmeldung. Nach ÖVP-Vorstellungen soll der Ethikunterricht ab der ersten Klasse Volksschule angeboten werden - allerdings nur als Ersatz für den konfessionellen Religionsunterricht, also für Schüler, die ohne religiöses Bekenntnis oder vom Religionsunterricht abgemeldet sind.

Kurz, der auch Obmann der Jungen ÖVP ist, glaubt, dass somit "alle Schüler nach Ende der Schullaufbahn ein Basiswissen zu Ethik, Religion und Werten mitbringen". Der Religionsunterricht solle künftig stärker auch andere Religionen berücksichtigen.