Erstellt am 25. Oktober 2011, 15:21

ÖVP bekräftigt Ja zu Moser im U-Ausschuss-Vorsitz. Der ÖVP-Fraktionsführer im Untersuchungsausschuss zu den Korruptionsaffären, Werner Amon, hat klargestellt, das es ein "Ja" seiner Partei zur Grünen Abgeordneten Gabriela Moser als Ausschuss-Vorsitzende geben wird.

"Wenn drei Parteien der Meinung sind, dass Moser Vorsitzende werden soll, dann möchte ich dem primären Ziel, dass mit der Untersuchung begonnen werden kann, nicht entgegenstehen.".

Neben den Grünen haben auch die SPÖ und das BZÖ ihre Unterstützung für Moser bekundet. Amon hatte Moser zunächst abgelehnt, dann aber am Wochenende in mehreren Zeitungsinterviews erklärt, dass er "sicherlich nicht eine Lösung auf Teufel komm raus" verhindern werde, weil sich jeder wünsche, dass der U-Ausschuss so rasch wie möglich seine Arbeit aufnimmt.

Gegenüber der APA bekräftigte Amon nun am Dienstag, dass er seine Vorbehalte gegenüber Moser weiter aufrecht halte. Seiner Meinung nach sei es nicht gut, wenn jemand, der noch nie einen Ausschuss geleitet hat, nun diese Aufgabe übernehme. "Als Demokrat" respektiere er aber, dass drei andere Parteien Moser wollen. Die FPÖ hatte bereits am Montag nach dem Schwenk der ÖVP angekündigt, dass sie ihren Kandidaten für den Vorsitz, Peter Fichtenbauer, zurückzieht. Wählen werde die FPÖ Moser aber trotzdem nicht.

Der frühere Lobbyist Peter Hochegger hat Montagabend im Interview mit dem TV-Sender "Puls 4" klargestellt, dass er durch seine Äußerungen der Abgeordneten Moser nichts vorwerfen wollte. "Ich will überhaupt nicht ihren Ruf ruinieren", sagte Hochegger. Er habe nur klarstellen wollen, dass ein Unternehmen wie die Telekom Austria zu allen politischen Gruppierungen Kontakte pflege. Im "News"-Interview hatte Hochegger gesagt, die Telekom habe immer "beste Kontakte" zu Moser gehabt.